Die Maßnahmen zum Selbstschutz beginnen schon lange vor der Notwehr

Der in Notwehr handelnde , muss kein Kampfkünstler sein. Sofort laut schreien, treten, beißen, kratzen schlagen , kneifen – das sind einfache und schnell abrufbare Maßnahmen, die nahezu jedem Menschen bei einem tätlichen Angriff aus der Misere helfen können. Doch die Maßnahmen zum Selbstschutz beginnen schon lange vor der Notwehr

Mädchen, Knaben, Männer, Frauen, Benachteiligte, und auch insbesondere die nicht mehr ganz so jungen Menschen, werden zunehmen Opfer von Gewalt. Dieses Klientel soll fachkundige Unterstützung zu angemessenen Verhaltensmaßnahmen in Ausnahmelagen erhalten.   Mit praxisnahen Ratschlägen,   lasse ich meinen Mitmenschen die Unterstützung zukommen, die der gegebenen Situation gerecht wird.

Die meisten Menschen werden wahrscheinlich niemals der Gewalt ausgesetzt sein, doch für den Fall der Fälle, ist es vorteilhaft auf solche Situationen vorbereitet zu sein.

Ich biete keine Gewähr, und habe auch kein Patentrezept zur Bewältigung von Aggressionen, dennoch verfüge ich über verwertbare Hinweise und Strategien zur Konfliktvermeidung – und Bewältigung.

Das kann man täglich erleben

Belästigungen bis zur   Bedrohung, und vollendeter Tatausführung mit Körperverletzungen sind Tagesgeschehen.           Die Orte der Übergriffe sind fast überall – in der eigenen Wohnung, auf der Straße, in öffentlichen Verkehrsmitteln, am Arbeitsplatz und sehr oft auch über Internet und am Telefon. Ich sehe mich veranlasst zu betonen, dass dieses Geschehen wahr – und auch sehr ernst genommen werden muss. Menschen müssen Gewalt nicht einfach hinnehmen.     Wir müssen gegen solche üblen Machenschaften angehen – auch die Betroffenen selbst.

Gewalt in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen darf   nicht nur das Problem der Opfer sein, denn Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Geschehen das uns alle angeht. Denn jeder kann schon heute das nächste   Opfer werden. Zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort, und schon ist man dabei!

Gewalt ist und bleibt Unrecht. Der Angriff auf den Körper eines Menschen ist zugleich ein Angriff auf die Psyche. Die Opfer von Gewalttätern erleben Ohnmacht, Trauer, Ekel, Wut und oftmals Todesangst. Persönliche Gespräche mit Opfern / Patienten, ermöglichen gesicherte Erkenntnisse.

Diese, die Lebensqualität massiv beeinflussende Empfindungen, die meistens therapeutischer Hilfe bedürften, können ein ständiger, und lebenslanger Begleiter sein.

Doch was kann man gegen Gewalt tun?

Risikolagen frühzeitig erkennen – Bauchgefühl Folge leisten

Man sollte sich vorausschauend verhalten. So kann man ggf. Gefahrenlagen frühzeitig erkennen. Ruhig auch einem natürlichen „Bauchgefühl“ Folge leisten. Angst ist ein natürliches Geschehen, und kann zur Verhinderung einer drohenden Risikolage beitragen.

Selbstschutz beginnt schon lange vor der Notwehr

Selbstschutz beginnt im Kopf! Je früher eine Gefahrenlage erkannt wird, umso leichter kann diese abgewendet werden. Man kann z.B. unauffällig den Gehweg wechseln, die Nähe anderer Menschen suchen, nur gut beleuchtete Wege nutzen, soziale Brennpunkte meiden. In Gastronomiebereichen (Kneipen, Bars) auf die eigenen Getränke achten. Und dringend zu beachten ist, dass Gewalt nicht unbedingt nur von fremden Personen ausgehen muss. Sehr oft werden gute Bekannte, Freunde oder aber auch Verwandte zu Tätern.

Klare Grenzen setzen

Zeigen Sie sich selbstbewusst. Täter suchen Opfer aber keine Gegner. Das Auftreten muss überzeugend wirken. Sprechen sie mit kräftiger – und lauter Stimme. Den Straftäter/Angreifer immer mit „Sie“ anreden. Außenstehende sollen erkennen, dass es sich um eine für sie unbekannte Person handelt. Beispiel: „Stopp, fassen sie mich nicht an“. Die Hände werden wie ein Schutzschild vor Gesicht und Körper gehalten.

Tatzeugen zu Hilfeleistung auffordern

Menschen müssen oftmals sehr bestimmt zur Hilfestellung aufgefordert werden.

Beispiel: „rufen sie sofort die Polizei, ich bin in akuter Gefahr“ oder „sehen sie nicht wie der/die mich bedrängt – ich brauche Hilfe“

Die Möglichkeit zur Flucht nutzen

Besteht die Möglichkeit zur Flucht, dann nichts wie weg, und anschließend aus verdeckter – bzw. sicherer Position über den Polizei – Notruf   1 1 0    die benötigte Hilfe anfordern.

Eine Schutzzone aufsuchen

Flüchten Sie in Schutzzonen. Das können Ladengeschäfte, Apotheken, Arztpraxen oder andere Institutionen mit hoher Menschenansammlung sein.

In Ausnahmelagen müssen Sie sich wehren

Nicht immer ist es mit verbalen Auseinandersetzungen getan. Menschen müssen sich bei einem Übergriff unverzüglich wehren. Laut schreien, kratzen, beißen, treten, schlagen – alles ist erlaubt (§§ 32,33 Notwehr, überschreiten der Notwehr StGB) Alltagsgegenstände wie Regenschirm, Handtasche, und Schlüsselbund können wertvolle Hilfsmittel sein. Über Sinn und Zweck von Reizstoffwaffen, und deren Eignung zur Selbstverteidigung soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden. Doch dem Angreifer muss man einen heftigen   Überraschungsschmerzreiz zufügen, nur so verschafft man sich die Möglichkeit zur Flucht.   Denken sie in einer Bedrohungslage nicht daran was dem Täter durch ihre Gegenwehr passieren könnte, sondern insbesondere daran, was mit ihnen geschehen würde, wenn sie sich nicht effektiv wehren.

Selbstschutz – Seminare können hilfreich sein

Ich empfehle allen Bürgern, geeignete Maßnahmen zur Stärkung des Selbstbewusstseins zu ergreifen. Geeignet hierzu sind z.B. auch Selbstschutzseminare in denen man insbesondere, das richtige Verhalten in Ausnahmelagen erlernen kann.       Große Meister, gute Institutionen und moderne Sportschulen führen die Studenten auf einen zukunftsorientierten und kreativen Weg. Von den Besten lernen – jeder kann dabei sein. Es geht nicht um die Vorbereitung auf ein bestimmtes Ereignis, sondern eher um die Anpassung an die gegebene Realität. Praxisnah, und an realistischen Szenarien orientiert, wird das Wissen vermittelt, dass Gesundheit und Leben schützen hilft !

Gestärkt werden   Körper und Geist im Einklang. Selbstwertgefühl und Selbstsicherheit stehen als Belohnung.

Ziel alle Maßnahmen, sollte nicht die Einschränkung allgemeiner Bewegungsfreiheit sein. Besser ist es Handlungsmöglichkeiten zur Bewältigung heikler Situationen zu erlernen.

 

PM Alfred Brandner

 

 

 

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