Mit über 500 Einsätzen im unwegsamen Gelände blickt die Bergwacht auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück. Die 474 aktiven Einsatzkräfte rückten insbesondere zu Wander- und Mountainbikeunfällen aus. Der schneereiche Winter sorgte zudem für einen starken Anstieg der Wintersportunfälle im Vergleich der letzten drei Jahre. Außerdem kam es im karstreichen Gebiet der schwäbischen Alb zu zwei Höhlenrettungen.
Werden die etwa 100 Fehleinsätze oder Einsatzabbrüche sowie die 64 Alarmierungen als Helfer vor Ort außer Acht gelassen, zeichnet sich damit die Tendenz der letzten Jahre fort: das Freizeitverhalten verändert
sich hin zu mehr Aktivitäten in der Natur, was sich in den Einsatzzahlen der Bergwachten widerspiegelt. Die Einsatzstunden belaufen sich dabei auf über 5600 geleistete Stunden.
Neben den Bergrettungseinsätzen gehören auch Naturschutz- und Landschaftspflegeaufgaben, Lift- und Loipendienste, Tierrettungen, technische Hilfeleistungen, Bereitschaftsdienste und Veranstaltungsbetreuung, sowie die Ausbildung der Einsatzkräfte zum Aufgabenspektrum der Bergwacht. Insgesamt leisteten die knapp 1400 Angehörigen der Bergwacht Württemberg in 2511 Tätigkeiten
ehrenamtlich 103 664 Personenstunden. Auf Basis des gesetzlichen Mindestlohns (2025: 12,82 €/Std) ergibt dies einen volkswirtschaftlichen Wert von 1 286 470,24 €.
Mit Blick auf die Finanzierung der Bergwacht zeigt sich hingegen, dass nur ein geringer Teil der Einsätze, etwa 130 Einsätze, nach dem Rettungsdienstgesetz abrechenbar waren. Der größte Zeitaufwand der Einsatzkräfte bleibt damit unentgeltlich.
Die Mitgliederzahl innerhalb der DRK Bergwacht Württemberg bleibt stabil und zudem konnten 31
Anwärter in den aktiven Einsatzdienst übernommen werden, sodass die Einsatzbereitschaft langfristig
gesichert ist und die Bergwacht den steigenden Anforderungen gerecht wird.
PM DRK Bergwacht Württemberg