Reichenbach/Fils – Umfangreiche Ermittlungen führen zu weiteren Festnahmen

Am 16. Februar 2024 erfolgten auf Grundlage eines von der Staatsanwaltschaft Stuttgart beim zuständigen Ermittlungsrichter erwirkten Beschlusses Durchsuchungsmaßnahmen bei fünf Tatverdächtigen. Den Tatverdächtigen wird eine Beteiligung an einer vorsätzlichen Brandlegung an einem ehemaligen Friseurgeschäft in Reichenbach an der Fils im September 2023 vorgeworfen.

Von den fünf Tatverdächtigen befinden sich einer bereits in dieser und einer in anderer Sache in Untersuchungshaft. Bei den Durchsuchungsmaßnahmen konnten unter anderem Betäubungsmittel, ein Einhandmesser und weitere Bewaffnungs- und Vermummungsgegenstände aufgefunden werden. Gegen den Tatverdächtigen, der sich wegen anderer Vorwürfe bereits in Untersuchungshaft befindet, wurde ein weiterer Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Mordes in 15 Fällen und schwerer Brandstiftung beantragt und vom Amtsgericht Stuttgart erlassen. Gegen einen der Tatverdächtigen (20 Jahre alt, deutsche und griechische Staatsangehörigkeit) wurde von der Staatsanwaltschaft Stuttgart beim zuständigen Amtsgericht zusätzlich ein Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erwirkt. Der Tatverdächtige befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft.

Des Weiteren erhärtete sich durch intensive Ermittlungsmaßnahmen der Besonderen Aufbauorganisation (BAO) Fokus des LKA BW  der Tatverdacht gegen einen 25-jährigen türkischen Staatsangehörigen, der im vergangenen Februar an der Schussabgabe auf eine Bar in Eislingen/Fils beteiligt gewesen sein soll. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart erwirkte auch hier beim zuständigen Amtsgericht einen Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen sowie einen Durchsuchungsbeschluss für dessen Wohnung. Am 22. Februar 2024 konnte der Tatverdächtige in seiner Wohnung durch Spezialkräfte des Polizeipräsidiums Einsatz sowie Beamtinnen und Beamte der Polizeipräsidien Reutlingen und Ludwigsburg und des LKA BW festgenommen werden. Der Tatverdächtige befindet sich nun in Untersuchungshaft. Eine weitere Durchsuchung erfolgte in den Morgenstunden des 26. Februars 2024 im Zusammenhang mit der Schussabgabe vom 23. Oktober 2023 in Schorndorf-Weiler bei einem 24-jährigen deutschen Staatsangehörigen. Hierbei konnten Datenträger aufgefunden werden. Mangels dringenden Tatverdachts wurde der 24-jährige nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen auf freien Fuß entlassen.

Insgesamt wurden im Gesamtermittlungskomplex zwischenzeitlich 57 Personen verhaftet, die im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung der beiden im Großraum Stuttgart rivalisierenden Gruppierungen stehen. Die Ermittlungen dauern an.

PM Landeskriminalamt Baden-Württemberg

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