Region – Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen / Wer kennt das „Signal for Help“?

Heute, am 25. November, ist der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen.“ Mit diesem Tag soll seit 1999 der Fokus auf die Thematik der Gewalt gegen Frauen gelenkt werden. In verschiedenen Ländern Europas wurden während des Lockdowns bis zu 60 Prozent mehr Notrufe von Frauen verzeichnet, die von Gewalt betroffen waren, als in den Jahren zuvor.

Signal for Help

Die kanadische Organisation „Canadian Women’s Foundation“ hat sich für solche Fälle, insbesondere der häuslichen Gewalt, ein „Signal for Help“, also ein Alarmzeichen für einen Hilferuf, ausgedacht. Durch dieses Zeichen können Betroffene, beispielsweise in einem Videochat, zeigen, dass sie Hilfe brauchen. Ohne etwas sagen zu müssen. Das kann der Fall sein, wenn der Täter anwesend ist und ein Hilferuf zu einer Eskalation der Situation führen könnte. Für das Alarmsignal hebt man eine Hand in unauffälliger Höhe, dabei zeigt die Handinnenfläche zu der Person, für die das Zeichen bestimmt ist. Dann legt man den Daumen in die Handinnenfläche und schließt die Hand zu einer Faust. Je bekannter das Zeichen ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Opfern geholfen werden kann. Das „Signal for Help“ dient nicht als Ersatz, sondern als eine weitere Form des Notrufs. Die Polizei rät, wenn Möglichkeit immer verbal auf eine Notsituation aufmerksam zu machen.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Ulm wurden im letzten Jahr 900 Fälle der Häuslichen Gewalt bekannt. Das zeigt, wie wichtig es ist, diese Thematik nicht außer Acht zu lassen. Die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik verteilen sich wie Folgt in den Landkreisen: Göppingen (309), Heidenheim (178), Biberach (140), Ulm und Alb-Donau-Kreis (273).

PM Polizeipräsidium Ulm

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