Region – Ruhig aber folgenschwer / Die Polizei zieht Bilanz über den Feiertag in der Region

Aus Sicht der Polizei verlief der Donnerstag in der Region zwar relativ ruhig, dennoch für Einzelne mit gravierenden Folgen.

Oftmals war insbesondere Alkohol im Spiel, meldet jetzt die Polizei. Sie hatte an Christi Himmelfahrt, oft auch als Vatertag bezeichnet, Kontrollen angekündigt und durchgeführt. Insbesondere achtete die Polizei darauf, dass die Hygiene-Vorschriften der Corona-Verordnung eingehalten werden. Auch die touristischen Ziele hatte die Polizei dabei im Blick. Dort verlief der Feiertag weitgehend ruhig und ohne besondere Vorkommnisse. Lediglich in Blaubeuren musste die Polizei die Stadt unterstützen. Denn die Wege um den Blautopf waren eigentlich gesperrt. Jedoch hatte jemand die Bauzäune zur Seite geschoben, so dass sich viele Besucher auf den Weg zum sehenswerten Quelltopf gemacht hatten.
Dabei war erkennbar, dass die Besucher nur mit Mühe die Sicherheitsabstände einhalten konnten. Stadt und Polizei forderten am Nachmittag die Besucher auf, den abgesperrten Bereich zu verlassen und stellten die Gitter wieder auf.
Insgesamt kontrollierte die Polizei in der Region knapp 200 Menschen, bei denen der Verdacht bestand, gegen die Verordnung verstoßen zu haben. Nur in fünf Fällen bestätigte sich das soweit, dass sie angezeigt werden mussten. „Wir stellen bei unseren Kontrollen eine hohe Akzeptanz der Regelungen in der Bevölkerung fest“, lobt die Polizei. In den vergangenen zwei Monaten seien rund
25.000 Menschen kontrolliert worden, von denen sich 95 Prozent richtig verhalten hatten. Nur in fünf Prozent der Fälle musste die Polizei Anzeige gegen die Kontrollierten erstatten. Das sei eine gute Bilanz angesichts dessen, dass die Polizei nur dann kontrolliere, wenn der Verdacht eines Verstoßes bestehe. Die meisten Menschen würden erst gar nicht kontrolliert, weil sie sich erkennbar regelrecht verhielten.

(GP) Gegen 11.30 Uhr fuhr ein 26-Jähriger in einer Gruppe Motorradfahrer von Geislingen in Richtung Oberböhringen. In einer scharfen Kurve kam er mit seiner Maschine zu weit nach rechts und prallte in die Leitplanke. Der Biker erlitt leichte Verletzungen, seine Sozia blieb unverletzt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 3.000 Euro.

(BC) Gegen 17 Uhr radelte ein 79-Jähriger bei von Rot nach Laupheim. Er nutzte zunächst den Fuß- und Radweg. Als der endete, fuhr der Senior auf die Fahrbahn, ohne sich um den Verkehr zu kümmern. Ein Mopedfahrer musste deshalb ausweichen.
Trotzdem streifte er den Radler. Der Senior stürzte und wurde schwer verletzt.
Der Rettungsdienst brachte ihn ins Krankenhaus. Mopedfahrer und Sozia blieben unverletzt. In Biberach fuhr ein 31-Jähriger gegen 22 Uhr den Bismarckring entlang. Unterwegs stürzte er und erlitt leichte Verletzungen. Dies musste er in einer Klinik behandeln lassen. Kurz nach 23 Uhr stürzte in Riedlingen ein 36-Jähriger mit seinem Rad. Auf dieses hatte er sich offenbar betrunken gesetzt.
In den Boschhauwiesen machte sich der Alkohol bemerkbar. Beim Sturz verletzte sich der Radler so schwer, dass er ins Krankenhaus musste.

(HDH) Bei Heidenheim wollte eine Polizeistreife gegen 16 Uhr einen Stein von der Straße räumen. Während die Polizisten für Sicherheit sorgten, machte ein Autofahrer genau das Gegenteil. Der Streifenwagen stand mit Blaulicht auf der Fahrbahn, um vor dem Hindernis zu warnen. Ein 25-Jähriger fuhr an dem Auto vorbei, obwohl Gegenverkehr kam. Die Polizei wollte den Fahrer auf sein gefährliches Verhalten hinweisen. Sie fuhren ihm nach, doch ignorierte der Fahrer offenbar jede Aufforderung zu stoppen. In der Zanger Straße hielt der Wagen dann. Die Polizisten überprüften den Fahrer und stellten schnell fest, dass er unter Drogeneinfluss stand. Der 25-Jährige gab den Rauschgiftkonsum auch zu. Er musste sein Auto stehen lassen, eine Blutprobe abgeben und wird jetzt angezeigt. Bei Dischingen war ein Mountainbiker gegen 19.30 Uhr im Wald gestürzt. Er hatte einen unbefestigten Pfad genutzt. Der 31-Jährige verletzte sich so schwer, dass er anschließend ins Krankenhaus musste. Die Polizei stellte fest, dass der Radler zuvor Alkohol getrunken hatte, was ein Alkoholtest bestätigte. Ebenfalls betrunken war ein Motorradfahrer, der gegen 21 Uhr in der Seestraße in Heidenheim verletzt wurde. Er war offenbar zu schnell in Richtung Kanalstraße gefahren. Als ein Fußgänger die Fahrbahn überquerte, musste der 30-Jährige stark bremsen und ausweichen. Der Motorradfahrer stürzte und erfasste den Fußgänger. Beide erlitten schwere Verletzungen. Die Maschine des des 30-Jährigen rutschte noch gegen ein Auto, das am Straßenrand parkte. Nach Einschätzung der Polizei entstand Sachschaden von rund 7.000 Euro. Der 30-Jährige musste eine Blutprobe abgeben, meldet die Polizei. Sie ermittelt jetzt den den Motorradfahrer.

(UL) In Ehingen-Granheim streiften sich kurz nach 11 Uhr zwei Motorradfahrer.
Sie waren in einer Gruppe unterwegs, die in der Von-Speth-Schülzburg-Straße bremste. Ein 63-Jähriger streifte dabei einen anderen Motorradfahrer und stürzte mit seiner Maschine. Er erlitt leichte Verletzungen. Kurz nach 15 Uhr musste die Polizei Boote aus der Donau bei Untermarchtal holen. Ein Zeuge hatte die Schlauchboote und Kanus gesehen. Weil bis Ende Juni das Befahren der Donau aus Gründen des Naturschutzes verboten ist, verständigte der Zeuge die Polizei. Die sechsköpfige Gruppe musste die Boote verlassen und an Land bringen. Die Männer und Frauen im Alter zwischen 34 und 62 Jahren sehen jetzt Anzeigen entgegen.
Kurz vor 16 Uhr bemerkte ein Autofahrer einen Hyundai, der unsicher von Westerheim nach Laichingen fuhr. In Sorge um die Sicherheit verständigte der Zeuge die Polizei. Die überprüfte den Fahrer kurz darauf in Laichingen. Dabei wurde die Ursache für das unsichere Verhalten des Fahrers offenbar: Der 31-Jährige war stark betrunken. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von über zwei Promille. Die Polizei behielt den Führerschein des Mannes gleich ein. Ihn erwartet jetzt ein Strafverfahren. In Ulm-Wiblingen fuhr kurz nach 16 Uhr ein Elfjähriger mit seinem Rad zwischen zwei Hecken durch auf einen Radweg. Dort rammte er ein Fahrrad. Dessen Fahrer und der Bub stürzten. Bei erlitten leichte Verletzungen. Ein 75-Jähriger fuhr kurz nach 17 Uhr in Öllingen den Tulpenweg bergab. Zu spät bemerkte er an der Einmündung zum Rosenweg ein Auto. Dessen Fahrer konnte rechtzeitig halten. Der 75-Jährige aber musste so stark bremsen, dass er stürzte. Er erlitt schwere Verletzungen, auch am Kopf. Einen Helm hatte der 75-Jährige nicht auf. Der Rettungsdienst brachte den Senior ins Krankenhaus.
In Allmendingen ging kurz nach 19 Uhr ein Grill in Flammen auf. Der stand auf einem Balkon. Nachbarn halfen sofort und löschten die Flammen. Die Hausfrau erlitt leichte Verletzungen. Auf dem Balkon entstand ein Schaden von etwa 5.000 Euro.

 

PM Polizeipräsidium Ulm

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