Angesichts der anstehenden extrem hohen Temperaturen mahnt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mehr Engagement der Dienstherren und Arbeitgeber an. Das für Arbeits- und Gesundheitsschutz zuständige Mitglied im Geschäftsführenden Bundesvorstand, Hagen Husgen, verlangt: „Die Beschäftigten brauchen einen besseren Wärme- und Hitzeschutz.“
Denn Polizistinnen und Polizisten müssten auch bei großer Hitze 24 Stunden am Tag, an sieben Tagen in der Woche, zuverlässig ihren Dienst versehen. „Die Innere Sicherheit hat kein Hitzefrei. Unsere Kolleginnen und Kollegen müssen selbst bei drückendsten Temperaturen einsatzbereit sein. Umso wichtiger ist es, ihnen bestmögliche Voraussetzungen für den Dienst unter solch schwierigen und für die Gesundheit nicht ungefährlichen Bedingungen zu schaffen“, so Husgen. Dies gelte umso mehr, als solche Wetterlagen aufgrund des Klimawandels künftig immer öfter auftreten dürften. Daher brauche es eine nachhaltige Herangehensweise der Dienstherren und Arbeitgeber. Insbesondere ist hierbei an moderne, klimatisierte zukünftige Immobilien zu denken, aber auch an die Nachrüstung von Bestandsbauten der Polizei.
Besonders wichtig sei ein ausreichender UV-Schutz. Dafür müsse durchgehend genügend Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor bereitgestellt werden. „Zudem brauchen meine Kolleginnen und Kollegen ausreichend Pausenzeiten im Schatten.“ Dazu werde jedoch mehr Personal für eine mögliche Rotation benötigt.
Weitere Maßnahmen für einen effektiven Hitzeschutz seien dicht gewebte, aber dennoch atmungsaktive Kleidung. Außerdem müsse genügend Flüssigkeit bereitgestellt und zu sich genommen werden. Und: Geplante Dienste, wie zum Beispiel Verkehrskontrollen, sollten auf ihre unbedingte Notwendigkeit überprüft und bei Bedarf an die Wetterbedingungen angepasst werden. „Hier können Kälteinseln, etwa Schatten spendende Pavillons mit Sprühnebelfunktion, helfen“, meint Husgen.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist die größte Interessenvertretung der Polizeibeschäftigten Deutschlands. Sie engagiert sich für ihre bundesweit über 210.000 Mitglieder, für die Zukunftsfähigkeit der Polizei sowie auf dem Gebiet der Sicherheits- und Gesellschaftspolitik.