In der Tarifrunde des baden-württembergischen Einzel- und Versandhandel verhandelten die beiden Tarifparteien am gestrigen Tag bis in den späten Abend. Am Ende konnte jedoch – trotz inhaltlicher Annäherung – kein Ergebnis erzielt werden.
Die Arbeitgeber legten gestern folgendes verbessertes Angebot vor:
- 2,4 Prozent ab dem 01.10.2026 (6 Nullmonate)
- weitere 2 Prozent ab dem 01.07.2027 (3 Nullmonate)
- entsprechende Erhöhung der Ausbildungsvergütungen zum 01.04.2027 und 01.11.2027
- Laufzeit: 24 Monate
Dieses Angebot wurde von ver.di als unzureichend bewertet und abgelehnt. Angesichts der zu erwartenden weiteren Preissteigerungen wären damit Reallohnverluste für die Beschäftigten absehbar.
Wolfgang Krüger, ver.di-Verhandlungsführer:
„Trotz intensiver beiderseitiger Bemühungen ist es uns gestern leider nicht gelungen, eine für beide Seiten tragfähige Tarifeinigung zu erreichen. Eine deutliche Annäherung war feststellbar. Daran wollen wir in der nächsten Verhandlungsrunde ansetzen.“
Ein neuer Termin für die vierte Verhandlungsrunde wird noch gesucht.
Die ver.di-Forderungen für den Einzel- und Versandhandel lauten:
- Erhöhung der Löhne und Gehälter um 300 Euro
- Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro
- Laufzeit von 12 Monaten
PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg