Landesweite Warnstreiks im Handel am 2. Juli

ver.di ruft am Donnerstag, den 2. Juli, landesweit Beschäftigte im Einzel- und Versandhandel in Baden-Württemberg zu ganztägigen Warnstreiks auf. Die Streiks stehen im Zusammenhang mit den bundesweiten Arbeitsniederlegungen im Handel und erhöhen den Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde.

Betroffen sind Kaufland, Primark, H&M, Ikea sowie das dm-Verteilzentrum in Waghäusel. Gestreikt wird in Heilbronn und Umgebung, Tübingen und Umgebung, Freiburg, Konstanz und Umgebung sowie in Karlsruhe, Pforzheim und Umgebung.

Auch in den kommenden Tagen ist mit weiteren Warnstreiks zu rechnen.

Hintergrund ist die weiterhin festgefahrene Tarifrunde im baden-württembergischen Einzel- und Versandhandel. Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot vorgelegt, das den Erwartungen der Beschäftigten gerecht wird. Gleichzeitig steigen Belastung, Arbeitsdruck und Personalmangel in den Betrieben weiter.

Das bisher einzige Angebot der Arbeitgeber vom 8. Juni lautet:

Nach sechs Nullmonaten sollen die Entgelte ab Oktober 2026 um 2 Prozent und ab Juli 2027 (nach drei weiteren Nullmonaten) um weitere 1,5 Prozent steigen.

Die Ausbildungsvergütungen sollen entsprechend angehoben werden (zum 1.4.2027 und zum 1.11.2027).

Laufzeit: 24 Monate (1.04.26 bis 31.03.2028).

Wolfgang Krüger, ver.di-Verhandlungsführer:

„Die Zeit der Verzögerungen muss vorbei sein. Jetzt braucht es endlich ein vernünftiges Angebot, das der Arbeit und der Belastung der Beschäftigten gerecht wird. Die Kolleginnen und Kollegen erwarten zu Recht eine spürbare Entgelterhöhung.“

ver.di fordert in der Tarifrunde im Einzel- und Versandhandel Baden-Württemberg 2026:

  • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 300 Euro
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro
  • Laufzeit von 12 Monaten

 

PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg

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