In der Gehaltstarifrunde für die rund 3.500 festangestellten Beschäftigten und über 1.000 freien Mitarbeiter:innen des SWR ruft ver.di am kommenden Montag, 11. Mai, zu einem ersten Warnstreik auf. Grund für den ganztägigen Ausstand ist das „völlig unzureichende“ Angebot des Senders, das für 2026 keine Erhöhung vorsieht und für 2027 und 2028 lediglich ein Prozent pro Jahr. Ein weiteres Prozent pro Jahr in 2027 und 2028 soll es nur bei positiven Entwicklungen beim Beitrag geben.
Maximilian Heß, ver.di Verhandlungsführer: „Der Sender will selbst einen Tarifabschluss vor der Sommerpause und fährt in bisher drei Verhandlungsrunden die übliche Verzögerungstaktik mit indiskutablen Angeboten. Die Beschäftigten sind dieses Ritual zu ihren Lasten leid und empfinden den Kurs der Senderspitze bei Tarifverhandlungen zunehmend als massive Belastung der Arbeitsbedingungen.“
Kundgebungen finden vor Ort statt:
Stuttgart (Haupteingang, Wilhelm-Camerer-Straße, 70190 Stuttgart): Streikposten & Streikgelderfassung ab 8 Uhr, Kundgebung ab 10 Uhr u.a. mit dem stellvertretenden ver.di Landesbezirksleiter Benjamin Stein.
Mainz (Haupteingang, Haus Am Wall, Am Fort Gonsenheim 139, 55122 Mainz): Streikposten & Streikgelderfassung ab 9 Uhr, Kundgebung ab 10 Uhr.
Mannheim-Ludwigshafen (Hermann Heimerich Ufer 2, 68167 Mannheim): Streikposten & Streikgelderfassung ab 08.30 Uhr, Kundgebung ab 10 Uhr.
Baden-Baden (Eingang Medienzentrum, Hans-Bredow-Straße, 76530 Baden-Baden): Streikposten & Streikgelderfassung ab 08.00 Uhr, Kundgebung ab 10 Uhr.
ver.di, DJV und unisono fordern eine Erhöhung der Monatsgehälter und Honorare um sieben Prozent, mindestens aber um 300 Euro pro Monat, sowie eine Erhöhung der Vergütung für Lernende (Auszubildende, DH-Studierende, Volontär:innen) um 200 Euro monatlich, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg