Tarifeinigung mit der AWO Baden-Württemberg – Gehaltssteigerungen von im Schnitt über 14 Prozent

Am Freitag, 16. Juni 2023, hat ver.di mit den Arbeitgebern der AWO Baden-Württemberg eine schnelle und überdurchschnittliche Tarifeinigung erzielt. Bereits in der zweiten Verhandlungsrunde bekannten sich die Arbeitgeber zur Übernahme des Tarifergebnisses des öffentlichen Dienstes, das Gehaltssteigerungen im Schnitt von 11,5 Prozent vorsieht, so wie auch zu weiteren Strukturanpassungen in Höhe von drei Prozent zusätzlich.

„Wir sind in dieser Tarifrunde angetreten, um endlich bestehende Lohndifferenzen zum öffentlichen Dienst für die Beschäftigten der AWO zu beseitigen. Die Arbeitgeber stehen in Zeiten von Fachkräftemangel spürbar im Zugzwang. Es ist ein deutliches Zeichen, dass wir in der Laufzeit die Differenzen endlich beseitigen und zudem auch Anschluss mit Übernahme des Tarifergebnisses aus dem öffentlichen Dienst halten können“, so Yvonne Baumann, ver.di-Verhandlungsführerin.

Die Tarifeinigung sieht eine Inflationsausgleichszahlung von insgesamt 3000 Euro, zahlbar im August, Oktober, Dezember und Januar mit je 750 Euro, vor. Auszubildende, Dual Studierende und Praktikant:innen erhalten in den Auszahlungszeitpunkten jeweils die Hälfte. Zum März 2024 steigen die Tabellen um 200 Euro und zusätzlich um 5,5 Prozent. Die Vergütungen der Auszubildenden und Praktikant:innen erhalten zum gleichen Zeitpunkt eine Erhöhung von 150 Euro monatlich. Für Dual Studierende wird ab Oktober 2023 ein eigener Tarifvertrag gelten. Die Tabellensteigerungen haben eine Laufzeit bis zum 30. April 2025 (24 Monate). Die neuen tariflichen Regelungen für Beschäftigte im Sozial-und Erziehungsdienstes des öffentlichen Dienstes werden im Jahr 2024 abschließend bei der AWO Baden-Württemberg eingeführt. Zusätzlich werden in Stufen alle Entgelttabellen auf das Niveau des TVöD erhöht. „Ab Januar 2025 sind dann alle Tabellen bei der AWO Baden-Württemberg auf TVöD-Niveau angepasst. Unsere Arbeitgeber sind endlich im Jetzt angekommen und haben verstanden, Personal zu halten. Ich bin froh darüber“, so Petra Lemke-Hotz, Mitglied der ver.di-Verhandlungskommission. Abschließend verständigten sich beide Tarifseiten auf eine Überarbeitung und Modernisierung der Tätigkeitsmerkmale als auch der stetigen Verbesserung der Ausbildungsqualität. Dies wird in einer Arbeitsgruppe ab Herbst erarbeitet.

PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg

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