Saxonia begeht Tarifflucht

Saxonia Umformtechnik und TEXTIL PARTS aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten – Belegschaft will sich das nicht gefallen lassen!

Eigentlich wollten die Beschäftigten in der Saxonia Umfomtechnik GmbH und Saxonia TEXTILE PARTS GmbH in Göppingen auf der Betriebsversammlung letzte Woche den aktuellen Tarifabschluss vorgestellt bekommen und erfahren, wann sie endlich eine Entlastung von der Inflation erhalten.

Stattdessen eröffnete der Geschäftsführer Herr Habisch ihnen, dass er aus dem Arbeitgeberverband Südwestmetall ausgetreten ist.

Als dann klar wurde, dass schon im April gekündigt wurde und deshalb die Beschäftigten keinen Anspruch auf die Tariferhöhung haben, war die Enttäuschung groß.

„Wir sind 8 Monate lang angelogen worden“ so fasst Dieter Frey, Vorsitzender des gemeinsamen Betriebsrats für beide Firmen die Stimmung in der Belegschaft zusammen. „Bisher konnten sich, im Kern-Liebers Konzern, zu dem Saxonia gehört, die Beschäftigten darauf verlassen, dass man sie nicht im Regen stehen lässt. Das ist jetzt vorbei.“

In den letzten Tagen hat der Betriebsrat und die IG Metall gemeinsam die Beschäftigten informiert. Dabei wurde schnell klar, dass die Beschäftigten das so nicht hinnehmen werden. „Mit dem Tarifvertrag hat die Geschäftsleitung auch den Friedensvertrag mit den Beschäftigten gekündigt“ so Manuel Schäfer von der IG Metall. „Deshalb werden wir jetzt Druck machen und für die Tarifbindung kämpfen.“

 

PM IG Metall Göppingen-Geislingen

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://filstalexpress.de/arbeitsmarkt/144958/

Kommentar verfassen