Vom Roller zum Fahrrad: Neues Radfahrabzeichen BW stärkt Fahrradkompetenz von Kindern

Vom Roller zum Fahrrad: Neues Radfahrabzeichen BW stärkt Fahrradkompetenz von Kindern

Wie wird aus den ersten Runden mit dem Roller sicheres Radfahren? Das neue Radfahrabzeichen BW im Rahmen des Landesprogramms MOVERS – Aktiv zur Schule begleitet Kinder von Klasse 1 bis 7 Tritt für Tritt zu mehr Sicherheit auf Roller und Fahrrad. Die Leitungen der Ministerien für Verkehr, Kultus und Inneres haben in Bönnigheim das neue Angebot mit den Kindern ausprobiert.

Mit dem Radfahrabzeichen BW erweitert das Landesprogramm MOVERS – Aktiv zur Schule sein Angebot für sichere und selbstständige Schulwege. Das Fünf-Stufen-Konzept setzt in der ersten Klasse an und begleitet Kinder bis zur siebten Klasse. Die einzelnen Stufen bauen aufeinander auf: Los geht es mit grundlegenden Übungen auf dem Roller. Danach folgen ein Radaktionstag, die Radfahrausbildung und verschiedene Geschicklichkeits- und Sicherheitstrainings. Den Abschluss bildet ein gemeinsamer Fahrradausflug in der weiterführenden Schule. Für jede erfolgreich absolvierte Stufe erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Bestätigung in ihrem persönlichen Ausweis zum Radfahrabzeichen BW. So erhalten Kinder zusätzliche Möglichkeiten, vor und nach der klassischen Radfahrausbildung zu üben und Sicherheit auf dem Fahrrad zu gewinnen.

Mehr Übung für mehr Sicherheit

Verkehrsministerin Nicole Razavi MdL sagte: „Mit dem Radfahrabzeichen gehen wir einen Schritt weiter: Die klassische Radfahrausbildung in der vierten Klasse wird um Übungen davor und danach ergänzt. So begleiten wir Kinder über mehrere Jahre – vom ersten sicheren Umgang mit dem Roller bis zum selbstständigen Radfahren in der weiterführenden Schule. Sie können immer wieder üben, Erfahrungen sammeln und Sicherheit gewinnen. Unser Ziel ist, dass Kinder nicht nur die Radfahrausbildung bestehen, sondern langfristig sicher, selbstständig und mit Freude mit dem Fahrrad unterwegs sind.“

Laut einer Erhebung der ADAC-Stiftung können vier von zehn Kindern nicht sicher Rad fahren. Das Radfahrabzeichen BW setzt in der ersten Klasse an und schafft zusätzliche Möglichkeiten, grundlegende Fähigkeiten zu üben. Bei einem Vor-Ort-Termin an der Ganerbenschule in Bönnigheim haben Verkehrsministerin Nicole Razavi MdL, Staatssekretär des Kultusministeriums Andreas Deuschle MdL und Staatssekretär des Innenministeriums Reiner Moser das neue MOVERS-Angebot gemeinsam mit den Grundschulkindern vorgestellt. Die ersten drei Stufen konnten die Kinder direkt ausprobieren und wichtige Fähigkeiten für das sichere Unterwegssein mit Roller und Fahrrad trainieren.

Früh ansetzen, sicher begleiten

Andreas Deuschle, Staatssekretär des Ministeriums für Kultus, betonte: „Sich im Straßenverkehr sicher und selbstständig zu bewegen, lernt man nicht am Schreibtisch. Kinder brauchen regelmäßige Gelegenheiten, Dinge selbst auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln. Das Radfahrabzeichen BW setzt genau hier an und bietet kostenlose Materialien vom Rollerfahren in den Anfangsklassen bis hin zum Fahrradtraining in der Sekundarstufe. So entwickeln Kinder Schritt für Schritt ihre Fähigkeiten und das Vertrauen, das sie brauchen, um sicher und selbständig unterwegs zu sein.“

Reiner Moser, Staatssekretär des Innenministeriums, erklärte: „Verkehrssicherheit beginnt nicht erst auf der Straße, sondern mit guter Vorbereitung, praktischen Übungen und natürlich auch den Verkehrsregeln. Unsere Fahrradausbildung ist ein echtes Erfolgsmodell: Jährlich nehmen rund 100.000 Schülerinnen und Schüler daran teil und lernen dabei, wie sie sicher mit dem Rad unterwegs sein können. Das Radfahrabzeichen BW ist für die Kinder der erste, kleine Führerschein für mehr Eigenständigkeit, einen größeren Aktionsradius und einfach ein ganz wichtiger Schritt beim Großwerden.“

Ein Angebot, das in den Schulalltag passt

Beim Termin in Bönnigheim stand die praktische Umsetzung im Mittelpunkt. Gemeinsam mit den Kindern erhielten die Ministerin und die Staatssekretäre Einblicke in die Übungen und Materialien des Radfahrabzeichens. Diese wurden gemeinsam mit Lehrkräften entwickelt und sind so konzipiert, dass Schulen die einzelnen Stufen selbstständig durchführen können.

Hintergrundinformationen zum Landesprogramm MOVERS – Aktiv zur Schule

Das ressortübergreifende Programm MOVERS – Aktiv zur Schule wurde unter Federführung des Verkehrsministeriums gemeinsam mit dem Innenministerium und dem Kultusministerium konzipiert. MOVERS zielt darauf ab, die eigenständige und sichere Mobilität von Kindern und Jugendlichen auf dem Weg zur Schule zu stärken. Einzelmaßnahmen, wie zum Beispiel die Schulwegplanung, die Auszeichnung zur Fahrradfreundlichen Schule oder die Förderung von Radabstellanlagen, werden unter einem Dach gebündelt. Das Ziel: ein übergreifendes, umfassendes Angebot für Schulen sowie dessen wirkungsvolle Umsetzung in ganz Baden-Württemberg. Weitere Informationen: www.movers-bw.de / Instagram: @moversbw / TikTok: @moversbw

Weitere Informationen zum Radfahrabzeichen BW: https://www.movers-bw.de/radfahrabzeichenbw

 

Anhang: MOVERS-Steckbrief_Radfahrabzeichen BW

 

PM Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg

 

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