Handwerk BW zu PISA-Ergebnissen: Berufliche Bildung darf nicht zum Reparaturbetrieb für allgemeinbildende Schulen werden

Die heutigen PISA-Ergebnisse sind ein schlechtes Zeugnis für die deutsche Bildungspolitik der letzten Jahre, so der Spitzenverband Handwerk BW. Laut Bildungsgeschäftsführer Patrick Wolf sind sie „ein erneuter Weckruf, den die neue Landesregierung sicher nicht überhört“. Wenn ein erheblicher Teil der Jugendlichen die Schule ohne ausreichende Kenntnisse in Lesen, Schreiben und Rechnen verlasse, werde das zunehmend zu einem Problem für die Fachkräftesicherung und damit für die wirtschaftliche Zukunft Baden-Württembergs.
„Die Zahlen bestätigen, was unsere Handwerksbetriebe seit Jahren erleben: Bei zu vielen Jugendlichen fehlen am Ende der Schulzeit grundlegende Kompetenzen. Das dürfen wir nicht einfach an die berufliche Bildung weiterreichen. Die Ausbildung in der Wirtschaft und in der Berufsschule ist keine Reparaturwerkstatt. Die Ausbildungsbetriebe müssen zu viel in Nachhilfe und andere Unterstützungsmaßnahmen investierten. Und die Azubis tun sich immer schwerer, Prüfungen zu bestehen“, so Wolf.
Die duale Ausbildung kann ihre Stärke nur dann voll entfalten, wenn die notwendigen Grundlagen vorhanden sind. Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen vermitteln berufliche Kompetenzen, sie können aber fehlende elementare Fähigkeiten in Deutsch und Mathematik nicht flächendeckend nachholen. Gerade angesichts des zunehmenden Fachkräftebedarfs im Handwerk ist diese Entwicklung deshalb alarmierend, warnt der Dachverband aller Handwerkskammern, Fachverbände und Kreishandwerkerschaften im Land.

PM Baden-Württembergischer-Handwerkstag e.V.

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