Wettbewerbs für gottesdienstliches Orgelspiel in der Geislinger Stadtkirche

Von 18. bis 20. September ist die evangelische Stadtkirche Geislingen an der Steige Schauplatz des 8. Wettbewerbs für gottesdienstliches Orgelspiel, der vom Verband Evangelische Kirchenmusik in Württemberg e.V. ausgerichtet wird.

Ziel des Wettbewerbs, dessen Schirmherrschaft Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl übernommen hat, ist es, die Orgelmusik als einen wesentlichen Bestandteil des Gottesdienstes in den Mittelpunkt zu stellen.

Die  1976 von Orgelbau Oesterle und 2013 von Orgelbau Scharfe erweiterte Orgel der Stadtkirche Geislingen mit 65 Registern auf drei Manualen und Pedal eignet sich hervorragend, um den vielfältigen stilistischen Anforderungen eines solchen Wettbewerbs gerecht zu werden.

22 Kandidatinnen und Kandidaten, die sich erfreulicherweise angemeldet haben, stellen sich in den Bereichen Literaturspiel und Liturgisches Orgelspiel einer sechsköpfigen Jury. Die Altersspanne der Kandidatinnen und Kandidaten reicht von 12 bis 71 Jahren, und das Spektrum der Berufe und Tätigkeiten ist überaus vielfältig: Schülerinnen und Schüler, Studierende, eine Teilnehmerin des freiwilligen sozialen Jahres, zwei Ärztinnen, eine Chemikerin, eine Fremdsprachensekretärin, eine Gymnasiallehrerin, zwei Ingenieure, ein Kaufmann, ein Mediendesigner sowie ein Rentner haben sich zum Wettbewerb angemeldet.

Im Verlauf des Wettbewerbs erklingen Werke bedeutender barocker Meister wie Georg Muffat, Dieterich Buxtehude, Nicolaus Bruhns und natürlich Johann Sebastian Bach, von dem allein 16 Werke auf dem Programm stehen. Frühklassik und Romantik sind durch Komponisten wie Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Ludwig Krebs, Christian Heinrich Rinck, Robert Schumann, Alexandre Guilmant und Max Reger vertreten. Mit sieben Werken bildet Felix Mendelssohn Bartholdy dabei einen weiteren Schwerpunkt des Repertoires. Auch auf Komponisten der klassischen Moderne wie Jehan Alain, Hugo Distler und Olivier Messiaen darf man gespannt sein.
Darüber hinaus wird auch das liturgische Orgelspiel geprüft und ebenso gewichtet wie das Literaturspiel. Neben dem Spiel von Sätzen aus dem Orgelchoralbuch sind eigene Intonationen und Begleitsätze gefordert. Außerdem müssen die Teilnehmenden ein vorbereitetes Choralvorspiel vortragen sowie einen Choral auf Zuruf intonieren und begleiten.

In der Jury wirken die nebenamtlichen Organistinnen und Organisten Annegret Doll-Heiter (Metzingen) und Matthias Hinderer (Altensteig) sowie Bezirkskantor Thomas Rapp (Geislingen) mit. Darüber hinaus gehören Clara Hahn, Zweite Organistin an der Stiftskirche Stuttgart, und die freiberuflich tätige Diplom-Kirchenmusikerin Silvia Schmid (Geislingen) dem Gremium an. Den Juryvorsitz hat Bezirkskantor Stefan Lust (Münsingen).

Die Wertungsspiele zum Orgelwettbewerb sind öffentlich und finden am Freitag, 18. September, von 9 Uhr bis 19 Uhr sowie am Samstag, 19. September, von 10 Uhr bis 17 Uhr in der Stadtkirche Geislingen statt.

Abschluss und Höhepunkt des Wettbewerbs ist das öffentliche Preisträgerkonzert mit Preisverleihung, das am Sonntag, 20. September, um 18 Uhr in der Stadtkirche Geislingen stattfinden wird. Um die Leistungen der Kandidaten zu würdigen, werden 1. bis 3. Preise vergeben, die mit Auftrittsmöglichkeiten innerhalb renommierter Orgelkonzertreihen der württembergischen Landeskirche verbunden sind. Außerdem werden zahlreiche Sachpreise vergeben, die vom Verband Evangelische Kirchenmusik in Württemberg, von ORGANpromotion (Horb) sowie den Verlagen Carus (Stuttgart) und Strube (München) gestiftet werden. Die Preise und Teilnahmeurkunden werden von Landeskirchenmusikdirektor Matthias Hanke überreicht werden. Wertungsspiele sowie das Preisträgerkonzert sind öffentlich, der Eintritt ist frei.

Foto von Markus Sontheimer

PM Verband Evangelische Kirchenmusik in Württemberg e.V.

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