Als Reaktion auf den Anschlag im Umfeld des Christopher Street Day (CSD) in Berlin findet heute Abend um 18 Uhr auf dem Marktplatz in Göppingen eine kurzfristig organisierte Mahnwache statt. Die Spontanversammlung richtet sich an alle Menschen, die ihre Solidarität mit den Betroffenen ausdrücken und ein Zeichen für Vielfalt, Demokratie und Menschenwürde setzen möchten.
Die Veranstalter zeigen sich tief erschüttert über die Ereignisse in Berlin. „Wir sind traurig, fassungslos und wütend“, erklären sie. Wenn Menschen angegriffen werden, weil sie für Vielfalt und die Freiheit eintreten, sie selbst zu sein, gehe das die gesamte Gesellschaft an.
Mit der Mahnwache soll der Betroffenen und ihrer Angehörigen gedacht werden. Gleichzeitig möchten die Initiatoren ein klares Zeichen gegen Hass, Ausgrenzung und jede Form von Menschenfeindlichkeit setzen.
Inhaltlich soll die Veranstaltung auch den Blick auf gesellschaftliche Ursachen von Gewalt richten. Nach Auffassung der Veranstalter entstehen solche Taten nicht im luftleeren Raum. Nach Auffassung der Veranstalter müsse auch über Mechanismen gesprochen werden, die Ausgrenzung und Gewalt begünstigen. Dazu gehöre die Auseinandersetzung mit Rollenbildern und Formen toxischer Männlichkeit, die Stärke mit Dominanz, Kontrolle oder Gewalt gleichsetzen.
Die Botschaft der Mahnwache sei eindeutig: Einschüchterung dürfe nicht dazu führen, dass sich Menschen aus dem öffentlichen Raum zurückziehen. Stattdessen wolle man gemeinsam Haltung zeigen und deutlich machen, dass Angst niemals stärker sein dürfe als Menschlichkeit und Zusammenhalt.
Die Mahnwache beginnt heute um 18 Uhr auf dem Marktplatz in Göppingen. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger, die ein friedliches Zeichen der Solidarität setzen und sich für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft einsetzen möchten.
PM Sozialbündnis Landkreis Göppingen