Am 29. Juli stehen für Artenschützerinnen und Artenschützer in aller Welt die Tiger im Rampenlicht. Auch die Wilhelma beteiligt sich daran: An einem Stand an der vor fast genau einem Jahr eröffneten Anlage für Amurtiger informieren die Expertinnen und Experten der Wilhelmaschule über die gestreifte Großkatze. Hautnah kann man dabei anhand von Exponaten zum Anfassen erfahren, wie groß die Pfoten, Krallen und Zähne von Tigern sind – und sogar, wie sich ihre Zunge anfühlt. Es geht dabei nicht nur alleine um Tiger, sondern auch darum, was sie mit anderen Raubtieren gemeinsam haben und wie sich mit Fellmuster und anderen Merkmalen von ihnen unterscheiden. Außerdem können die kleinen Besucherinnen und Besucher vor Ort Masken basteln und damit selbst zum Tiger werden.
Am Welt-Tiger-Tag wird über das natürliche und heutige Verbreitungsgebiet der verschiedenen Unterarten des Tigers informiert und über ihre Gefährdung in den unterschiedlichen Lebensräumen aufgeklärt. Es wird aufgezeigt, was jeder Einzelne für den Schutz der majestätischen Großkatzen tun kann – und warum Tiger-Selfies im Urlaub keine gute Idee sind. In unterschiedlichen Regionen Asiens sind heute noch sechs Unterarten des Tigers beheimatet. Der Amur-Tiger aus dem äußersten Osten Russlands und dem Nordosten von China ist die größte Katze der Welt. Die Kater können bis zu 300 Kilogramm auf die Waage bringen. Sumatratiger dagegen, als kleinste Unterart, werden nicht einmal halb so schwer. Sowohl aufgrund von Lebensraumvernichtung als auch von Wilderei sind alle Tiger in ihren natürlichen Lebensräumen gefährdet. Drei Unterarten, der Javatiger, der Balitiger und der Kaspische Tiger wurden bereits durch den Menschen ausgerottet.
Die Wilhelma engagiert sich schon lange für die WildCats Conservation Alliance, welche sich für den Schutz des vom Aussterben bedrohten Sumatratigers im indonesischen Kerinci-Seblat-Nationalpark einsetzt. Der Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma unterstützt das Projekt seit 2021 jedes Jahr mit einem Betrag von 20.000 €. Insgesamt sind über die Wilhelma und ihren Förderverein seit 2002 über 200.000 € zusammengekommen, mit deren Hilfe Ranger-Einheiten auf Sumatra finanziert werden.
Weitere Informationen gibt es am Mittwoch, 29. Juli von 11.00 bis 17.00 Uhr am Aktionstand zum Welt-Tiger-Tag, direkt vor der Anlage für Amurtiger. Das Angebot ist, wie bei allen Thementagen der Wilhelmaschule, bereits im Eintritt für die Wilhelma enthalten.
Foto (Wilhelma Stuttgart/Jennifer Riexinger): Seit etwas mehr als einem Jahr sind in der Wilhelma Amurtiger zu beobachten.
PM Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart