Startup-Verband zur Startup- und Scaleup-Strategie der Bundesregierung |

Das Bundeskabinett hat heute die Startup- und Scaleup-Strategie verabschiedet. Der Startup-Verband begrüßt diesen Schritt als wichtiges Signal und Bekenntnis zum deutschen Startup- und Scaleup-Standort.  „Wir haben bereits zum Beginn der Legislaturperiode eine Weiterentwicklung der Startup-Strategie aus dem Jahr 2022 gefordert. Dass sie nun endlich vorliegt, ist ein wichtiges Zeichen und unterstreicht die Bedeutung von Startups und Scaleups für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Entscheidend ist jetzt, was daraus folgt: Aus dem Papier muss schnell Realität werden. Denn angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage und hohen Jobverlusten in den klassischen Industrien, müssen wir uns viel stärker für Neues öffnen. Wir haben herausragende Gründerinnen und Gründer, die mit starken Ideen und großen Ambitionen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und mit Unternehmertum die Zukunft zu gestalten. Für sie müssen wir echte Wachstumsperspektiven schaffen,” sagt Prof. Dr. Helmut Schönenberger, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Startup-Verbandes.

Die Strategie beinhaltet insgesamt acht Themenfelder und setzt den inhaltlichen Schwerpunkt auf das Wachstum von innovativen Unternehmen. „Wir begrüßen den Fokus auf die Skalierung von Startups. Dass die Strategie den Bogen zwischen Altersvorsorge und Venture Capital schlägt, ist ein wichtiger Schritt. Ebenso positiv ist, dass die Finanzierungsinfrastruktur für Wachstumsunternehmen gestärkt werden soll. Auch das Aufgreifen der Bedingungen für Mitarbeiterkapitalbeteiligungen ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagt Christoph J. Stresing, Geschäftsführer des Startup-Verbands.

Darüber hinaus begrüßt der Startup-Verband die angekündigte Flexibilisierung des Kündigungsschutzes für Spitzenkräfte ab 1.1.2027 und das klare Bekenntnis der Bundesregierung zur “EU Inc.”, mit dem Ziel einer Einigung noch in diesem Jahr. Die Strategie kann der aktuellen Gründungsdynamik Rückenwind geben: Im ersten Halbjahr 2026 wurden über 3.000 Startups gegründet – 52 Prozent mehr als im Vorhalbjahr, mehr als im gesamten Jahr 2024. Dafür ist eine zügige Umsetzung erforderlich.

Zum Hintergrund:  

In der letzten Legislaturperiode hatte die Bundesregierung im Jahr 2022 erstmals eine einheitliche “Startup-Strategie” vorgelegt. Daran anknüpfend hat der Startup-Verband für die aktuelle Wahlperiode bereits Ende 2024 in der “Innovationsagenda 2030 – Weltklasse Made in Germany” eine Weiterentwicklung dieser Strategie (“Startup-Strategie 2.0”) empfohlen. Die Forderung wurde nicht in den Koalitionsvertrag aufgenommen. Im Mai 2025 kündigte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche allerdings auf den German Startup Awards des Startup-Verbandes eine Neuauflage der Strategie an. Nach einer Konsultation im Spätsommer 2025, an der sich der Startup-Verband aktiv beteiligt hat, verzögerte sich das Verfahren zwischenzeitlich.

PM Startup-Verband

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