Der GDL-Bezirk Süd-West zeigt sich tief besorgt über den Umgang mit Übergriffen auf Zugpersonal bei DB Regio AG im Wahlbetrieb Ulm. Anlass ist ein aktueller Vorfall, bei dem ein Zugbegleiter nach einem aggressiven Fahrgastkontakt nebst Übergriff nicht die notwendige Unterstützung erfahren hat.
„Es kann nicht sein, dass sich Verantwortliche des DB-Konzerns auf politisch hochkarätig besetzten Sicherheitsgipfeln die Wichtigkeit zur Verbesserung der Sicherheit herausstellen, dann aber vor Ort bei den eigenen Kolleginnen und Kollegen davon offenbar zu wenig ankommt“, erklärt der GDL-Bezirk Süd-West.
Der GDL-Bezirk Süd-West unterstützt ausdrücklich die Initiative des örtlichen Betriebsrats, der mit einem offenen Brief auf strukturelle Defizite im Umgang mit Sicherheitsvorfällen, Überlastung in der Leitstelle und fehlende Konsequenz bei der Aufarbeitung vor Ort aufmerksam macht.
Sicherheit beginnt und endet nicht bei Bodycams, an runden Tischen oder öffentlichen Konzernbotschaften. Sicherheit beinhaltet auch, dass Beschäftigte nach Übergriffen ernst genommen, unterstützt und geschützt werden.
Wer öffentlich mehr Sicherheit, mehr Schutz und mehr Respekt für Beschäftigte verspricht, muss diese Versprechen auch im Betrieb einlösen. Alles andere ist reine Fassade.
Der GDL-Bezirk Süd-West fordert von DB Regio AG eine konsequente Aufarbeitung des konkreten Vorfalls, Konsequenz bei der Aufarbeitung nach Übergriffen, eine spürbare Entlastung der Leitstelle sowie eine Sicherheitskultur, die in den Betrieben vor Ort auch tatsächlich ankommt.
„Unsere Kolleginnen und Kollegen brauchen keine weiteren Ankündigungen. Sie brauchen Rückhalt, klare Abläufe und konkrete Schutzmaßnahmen im Alltag“, so der GDL-Bezirk Süd-West.
PM Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer Bezirk Süd-West