Die Urlaubssaison bringt für Millionen Katzenhalterinnen und Katzenhalter jedes Jahr dieselbe Frage mit sich: Wohin mit der Katze, wenn man selbst verreist? Anders als Hunde hängen Katzen weniger an ihren Menschen als an ihrem vertrauten Revier. Genau das macht die Entscheidung kniffliger, als viele denken. Drei Wege stehen im Vordergrund: die Betreuung zu Hause, ein Platz in der Katzenpension oder die Reise gemeinsam mit dem Tier. Welche Lösung zu welcher Katze passt, hängt vor allem vom Charakter ab.
Das Revier zählt mehr als die Reise
Wer die passende Betreuung sucht, sollte zuerst verstehen, wie Katzen ticken. Während ein Hund am liebsten dort ist, wo sein Mensch ist, bindet sich eine Katze stark an ihr Territorium. Gewohnte Gerüche, feste Schlafplätze und ein bekannter Tagesablauf geben ihr Sicherheit. Wird das alles auf einen Schlag durcheinandergewirbelt, reagieren viele Stubentiger mit Stress.
Für die meisten Katzen lautet die ehrlichste Antwort deshalb: Sie bleiben am besten dort, wo sie sich auskennen. Nicht die Katze reist mit, sondern die Betreuung kommt zur Katze. Das gilt besonders für reine Wohnungskatzen, die ihr Zuhause ohnehin selten verlassen. Ausführliche Tipps zur passenden Betreuung bei Katze Urlaub sammelt unter anderem der Katzenblog Katzenmuddi, der mit praktischen Checklisten und Erfahrungsberichten Katzenmütter unterstützt.
Betreuung zu Hause: die ruhigste Variante
Eine vertraute Person, die ein- bis zweimal täglich nach der Katze schaut, ist für die meisten Tiere die schonendste Lösung. Das können Nachbarn, Freunde oder Familienmitglieder sein, ebenso professionelle Katzensitter, die es inzwischen in fast jeder Region gibt.
Wichtig ist, dass die Betreuung über das reine Auffüllen von Napf und Wasser hinausgeht. Frisches Futter, sauberes Wasser, eine gepflegte Katzentoilette und etwas Zeit zum Spielen oder Schmusen gehören dazu. Gerade Katzen, die viel Zuwendung gewohnt sind, vermissen sonst weniger das Futter als die Gesellschaft. Ein kurzer Probebesuch vor dem Urlaub hilft, damit Tier und Betreuungsperson sich schon kennen.
Bei Freigängern sieht der Plan etwas anders aus als bei Wohnungskatzen. Sie brauchen jemanden, der die Katzenklappe im Blick behält, bei schlechtem Wetter nach ihnen sieht und merkt, wenn ein Tier auffällig lange nicht nach Hause kommt.
Die Katzenpension: gut geplant und früh gebucht
Ist niemand verfügbar, der regelmäßig vorbeikommt, kann eine Katzenpension die richtige Wahl sein. Der Vorteil liegt in der durchgehenden Betreuung durch erfahrene Hände. Der Nachteil: Die fremde Umgebung bedeutet für viele Katzen zunächst Stress, an den sie sich erst gewöhnen müssen.
Wer diesen Weg geht, sollte früh buchen, denn gute Pensionen sind in den Ferienzeiten schnell ausgebucht. Seriöse Anbieter verlangen einen vollständigen Impfschutz und trennen die Tiere verschiedener Halter. Ein Besuch vorab lohnt sich, um sich Räume, Hygiene und Unterbringung selbst anzusehen.
Die Katze mitnehmen: nur für wenige sinnvoll
Die Katze einfach mit in den Urlaub zu nehmen, klingt naheliegend, ist aber nur für wenige Tiere geeignet. Infrage kommt es vor allem für Katzen, die Transport und Leine von klein auf kennen, oder wenn ein langer Aufenthalt ansteht, etwa bei einem Umzug.
Die meisten Katzen empfinden die Fahrt, die fremde Unterkunft und die ungewohnten Geräusche als Belastung. Wer dennoch mit Tier reist, sollte für eine sichere Transportbox sorgen, ausreichend Pausen einplanen und die Katze in der neuen Umgebung niemals unbeaufsichtigt nach draußen lassen.
Gut vorbereitet entspannt verreisen
Egal, für welche Variante man sich entscheidet: Eine gute Vorbereitung nimmt viel Unruhe aus dem Urlaub. Dazu gehört, genügend Futter und Streu bereitzustellen, den gewohnten Tagesablauf so weit wie möglich beizubehalten und der Betreuungsperson die Nummer des Tierarztes sowie wichtige Gewohnheiten der Katze zu notieren.
Ein getragenes Kleidungsstück mit dem eigenen Geruch kann der Katze während der Abwesenheit Sicherheit geben. Sinnvoll ist außerdem, dass die Katze gechippt und bei einem Haustierregister gemeldet ist, falls ein Freigänger einmal nicht nach Hause findet. Bei gesundheitlichen Fragen oder Anzeichen von Stress ist und bleibt der Tierarzt die richtige Adresse.
Auch bei der Futterplanung während der Abwesenheit sollte man nicht am falschen Ende sparen. Die richtige Ernährung trägt maßgeblich dazu bei, dass die Katze den Stress der Abwesenheit besser verkraftet. Wer sich zudem mit dem Thema nachhaltige Haustierernährung auseinandersetzen möchte, findet auf Filstalexpress aktuelle Informationen über nachhaltiges Hunde- und Katzenfutter.
So unterschiedlich Katzen sind, so unterschiedlich fällt am Ende auch die beste Lösung aus. Wer den Charakter seines Tieres kennt und rechtzeitig plant, sorgt dafür, dass die schönste Zeit des Jahres auch für die Katze entspannt bleibt.
PM