Am Freitag wieder Warnstreik im Ulmer ÖPNV

ver.di ruft am Freitag (19. Juni) zum insgesamt fünften Mal zu einem Warnstreik bei der SWU mobil in Ulm auf. Grund für den Ausstand ist das unzureichende Angebot in der vierten Verhandlungsrunde am 29. April sowie die Verzögerung der Tarifrunde durch den Arbeitgeber, der erst am 23. Juni wieder an den Verhandlungstisch kommt. ver.di rechnet damit, dass der Fahrdienst am Freitag in Ulm und Umgebung erneut weitestgehend ausfällt. Auch die Fahrerinnen und Fahrer der SWU Verkehr werden erneut zum Solidaritätsstreik aufgerufen. Andere Gesellschaften der Stadtwerke Ulm sind nicht betroffen. 

Friederike DeCoite, ver.di Verhandlungsführerin: „Wir wollen diese Tarifrunde nächste Woche zu einem guten Ergebnis bringen. Deshalb erhöhen wir unmittelbar vor den entscheidenden Verhandlungen den Druck nochmals deutlich und rufen dieses Mal an einem Werktag zum Warnstreik auf. Wir bedauern sehr, dass der Arbeitgeber uns zwingt, nun auch Schülerinnen und Schüler sowie Berufspendlerinnen und Pendler zu belasten. Wir hoffen, dass die SWU das Signal versteht und den Konflikt nicht in den Juli verschleppt, wenn in Ulm und Umgebung zahlreiche Stadtfeste und Events anstehen.“

Weil Schüler:innen und Pendler:innen am Werktag betroffen sind, hat ver.di den Warnstreik heute mit einem längeren Vorlauf angekündigt.

ver.di ist in die laufende Tarifrunde mit der Forderung nach einer Fahrdienstzulage von 13 Prozent, fünf Prozent Nahverkehrszuschlag sowie einer Lehrfahrerzulage von zehn Euro gestartet, um eine Angleichung der Gehälter im Konzern zu erreichen.

Die Friedenspflicht endete am 28. Februar 2026. Betroffen sind 173 Beschäftigte bei der SWU mobil, einer hundertprozentigen Tochter der kommunalen Stadtwerke Ulm, sowie 60 Beschäftigte bei der SWU Verkehr.

Der nächste Verhandlungstermin ist am 23. Juni.

PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg

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