Am 16. Mai 1966 startete in China die sogenannte Kulturrevolution:
Bis heute wurde dieses dunkle Kapitel in China nicht aufgearbeitet, weil von der Führung niemand die Geschichte infrage stellen will. 10 Jahre Terror mit massenweise Toten fegten über das Land und bis heute wissen viele nicht, was eigentlich geschehen ist. Deng Xiaoping und Schergen schwörten dem Totalitarismus einfach ab, machten aus dem roten Terror ein autokratisches System und wandelten den Kommunismus hin in Richtung Marktwirtschaft. Viele Menschen, die Maos Terrorherrschaft überlebten, profitierten auch von den neuen Verhältnissen, so dass sie einfach froh über mehr Wohlstand waren. Aber auch in Europa wurde dieses fürchterliche Thema nicht wirklich beachtet. Viele von den damaligen Linken waren damals fanatische Anhänger von Mao Zedong und wollen heute davon einfach nichts mehr wissen.
Und jetzt ein Thema, bei dem es mir endgültig den Vogel rausgehauen hat – die Senkung der Luftverkehrssteuer:
Auf BR 24 habe ich gehört, dass dem Staat dadurch jährlich 330 Millionen € durch die Lappen gehen, die woanders fehlen – und Jens Spahn proletet herum, dass kein Geld für Erhöhung von BaFöG, Elterngeld oder Bürgergeld da ist! Aus umweltpolitischer Sicht ist diese Maßnahme unverantwortlich und auch die Wirtschaft wird dadurch nicht gefördert. Das Maß ist endgültig voll und ich frage mich, ob unsere Bundesregierung endgültig jegliches Maß verloren hat. Viele Menschen wissen nicht mehr, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen und die Regierung macht so einen Mist. Da braucht man sich nicht mehr wundern, wenn die Leute auf die Barrikaden gehen oder kriminell werden. Für mich ist die Konsequenz aus diesen Entwicklungen, dass ich mich nicht mehr als Schöffe bewerben werde, weil ich nicht weiß wie ich reagieren werde, wenn in Zukunft Leute klauen oder ähnliches tun werden.
Dann möchte ich ein anderes Thema aufgreifen, dass mich schon länger beschäftigt: Der Respekt gegenüber Lehrkräften. Ich hatte neulich ein Gespräch mit jemand, der pauschal behauptet hat, Lehrer wären faul, weil er einen Bekannten hat, auf den das zutrifft. Das mag zwar stimmen, ist aber zum Glück die Ausnahme. Die meisten Lehrer arbeiten aufs Jahr gerechnet weit mehr als 40 Stunden die Woche und haben sehr harte Bedingungen. Sie haben extrem viele Aufgaben und versuchen neben der Stoffvermittlung auch den Schülern zu helfen und sie zu erziehen. Und trotzdem haben sie in vielen Teilen der Bevölkerung einen schlechten Ruf, was einfach nicht gerechtfertigt ist. Sie mögen zwar viele Ferien haben, müssen aber auch da arbeiten oder außerhalb dieser sehr viel. Es muss von Seiten der Gesellschaft viel mehr Wertschätzung geben und die Bedingungen müssen sich verbessern. Sonst will diesen harten und anspruchsvollen Job irgendwann niemand mehr machen und dann haben wir noch mehr Probleme.
Ich könnte an dieser Stelle noch über viel mehr Missstände berichten, dies würde aber den Rahmen sprengen und darum möchte ich mit einem positiven Thema enden. Petr Pavel übernimmt die Schirmherrschaft über das Meeting Festival Brno, das mit dem sudetendeutschen Tag einher geht:
Ich mache ja keinen Hehl aus meiner Meinung, dass ich die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung damals vom Prinzip her für richtig halte, aber das ist vorbei. Auch steht der sudetendeutsche Tag heute nicht mehr für Revisionismus, sondern für Versöhnung und Brüderlichkeit. Und daher finde ich es mehr als schäbig, dass radikale Kräfte in Tschechien Stimmung gegen dieses Ereignis der Freundschaft und der europäischen Einigung machen – angeführt von der rechtspopulistischen bis rechtsextremen Regierung an der Moldau. Ich bin froh, dass es Menschen wie den tschechischen Präsidenten Petr Pavel gibt, die mit Vorbild vorangehen und in die Zukunft schauen. Ich wage mich an dieser Stelle sehr weit aus dem Fenster und behaupte, Pavel hat das Zeug, eine Art moderner Charles de Gaulle zu werden – und davon brauchen wir mehr in Europa! In Deutschland könnte Roderich Kiesewetter diese Rolle einnehmen. Er ist ebenfalls ein konservativer General mit klarem Kompass, der den rechten Kräften den Kampf ansagt. Wir brauchen in Deutschland dringend Kräfte, die gegen Schwachsinn wie die Senkung der Luftverkehrssteuer vorgehen und stattdessen eine Politik für die kleinen Leute machen. Sonst werden auch bei uns radikale Kräfte ans Zepter kommen und uns in dunkle Zeiten führen.
Marcel Kunz