Johanniter in Baden-Württemberg begrüßen Koalitionsvertrag – Umsetzung von Krisenfestigkeit und Resilienz dringend nötig

Die Johanniter Baden-Württemberg begrüßen die Vorhaben des neuen Koalitionsvertrags von Grünen und CDU zur Stärkung von Bevölkerungsschutz, Ehrenamt, Rettungsdienst und Gesundheitsversorgung. „Der Koalitionsvertrag stärkt zentrale Bereiche des Bevölkerungsschutzes. Dass die Landesregierung kritische Infrastrukturen, Cybersicherheit, moderne Notfallversorgung und Ehrenamt stärker gewichtet als bisher, sendet ein wichtiges Signal“, erklärt Thomas Hanisch, Landesvorstand der Johanniter in Baden-Württemberg.

Die Johanniter begrüßen insbesondere:

  • die Modernisierung des Bevölkerungsschutzes,
  • die Stärkung der Selbstschutzfähigkeit der Bevölkerung,
  • die stärkere Verankerung von Katastrophenschutz und Erster Hilfe an Schulen,
  • die Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung,
  • die schnellere Anerkennung internationaler Berufsabschlüsse,
  • sowie die ausdrückliche Unterstützung des Ehrenamts.

 

Landesvorstand Thomas Hanisch: „Der Koalitionsvertrag bietet die Chance, Baden-Württemberg widerstandsfähiger und sicherer aufzustellen. Jetzt müssen Politik und Hilfsorganisationen diesen Anspruch gemeinsam umsetzen.“

Die Johanniter fordern die angekündigten Maßnahmen jetzt mit Zeitplänen, Zuständigkeiten und verlässlicher Finanzierung zu hinterlegen. Thomas Hanisch: „Der Vertrag formuliert ambitionierte Ziele. Jetzt muss die Landesregierung liefern. Bevölkerungsschutz und Ehrenamt brauchen dauerhafte Unterstützung statt symbolischer Ankündigungen.“ Dazu gehören unter anderem gesicherte Investitionen in Fahrzeuge und digitale Infrastruktur, bessere rechtliche Absicherung für Einsatzkräfte sowie verlässliche Freistellungsregelungen für Ehrenamtliche.

Beim Rettungsdienst sehen die Johanniter wichtige Ansätze für eine bessere Vernetzung und moderne Notfallversorgung. Das Bekenntnis zur Selbstverwaltung, die geplante Modernisierung der Leitstellenstrukturen, die Einführung einheitlicher Ersthelferalarmierungen sowie die Fortsetzung des Abbaus beim Stau der Finanzierung der Rettungswachen sind wichtige Punkte für die Sicherherstellung der hohen Qualität der Notfallversorgung in Baden-Württemberg.

Auch im Bereich der ambulanten Pflege begrüßen die Johanniter, dass der Vertrag die Bedeutung wohnortnaher und ambulanter Pflege stärker anerkennt.

Die Johanniter bringen ihre Erfahrung im Bevölkerungsschutz, Rettungsdienst, in der Pflege, Kinder- und Jugendhilfe, Ausbildung und sozialen Arbeit aktiv ein, um Baden-Württemberg krisenfest und sicher aufzustellen.

Hintergrund

Die Johanniter-Unfall-Hilfe engagiert sich in Baden-Württemberg unter anderem im Rettungsdienst, Bevölkerungsschutz, Katastrophenschutz, Sanitätsdienst, in der Pflege, Kinder- und Jugendhilfe, Ausbildung in Erster Hilfe sowie in sozialen Diensten und Integrationsangeboten. 5.000 Haupt- und Ehrenamtliche sowie über 118.000 Fördermitglieder sind in Baden-Württemberg für die Hilfe von Mensch zu Mensch tätig in 6 Regionalverbänden.

PM Johanniter-Unfall-Hilfe

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