Tarifverhandlungen im Einzel- und Versandhandel Baden-Württemberg – erste Verhandlungsrunde ohne Annäherung

Die erste Verhandlungsrunde über die Tarifentgelte für die rund 500.000 Beschäftigten im baden‑württembergischen Einzel- und Versandhandel ist heute ohne Annäherung geblieben.

Die Forderung der Gewerkschaft ver.di nach einer Tariferhöhung um 300 Euro wiesen die Arbeitgeber als völlig überzogen zurück. Ein Angebot legten sie nicht vor. Dies wurde von der ver.di-Verhandlungskommission scharf kritisiert.

ver.di begründete ihre Forderung unter anderem mit den anhaltenden Preissteigerungen infolge der geopolitischen Weltlage und den daraus resultierenden Reallohnverlusten. Zudem sehen sich viele Beschäftigte mit der Gefahr von Altersarmut konfrontiert.

„Die Weigerung der Arbeitgeber, ein erstes Angebot vorzulegen, zeigt, dass die Arbeitgeber die prekären Lebensverhältnisse vieler Beschäftigter noch nicht ausreichend wahrgenommen haben. Diese benötigen möglichst bald kräftige tabellenwirksame Lohn- und Gehaltserhöhungen“, so Wolfgang Krüger, ver.di‑Verhandlungsführer.

ver.di hat die Entgelttarifverträge zum 31. März 2026 gekündigt und fordert:

– Erhöhung der Löhne und Gehälter um 300 €

– Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150 €

– Laufzeit von 12 Monaten

Die Verhandlungen werden am 08. Juni 2026 in Sindelfingen fortgesetzt.

 

PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg

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