Jahresbilanz 2025: Regierungspräsidium Stuttgart fördert Wasser- und Altlastenprojekte mit rund 108 Millionen Euro

Im Jahr 2025 unterstützte das Regierungspräsidium Stuttgart verschiedene kommunale Projekte in den Bereichen Wasserwirtschaft, Gewässerschutz und Altlastensanierung mit rund 108 Millionen Euro. Ziel der Förderungen ist es, die kommunale Infrastruktur zu stärken, Umwelt und Ressourcen zu schützen und die Daseinsvorsorge im Regierungsbezirk zu sichern.

Das Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) hat als Bewilligungsstelle für die Förderrichtlinien Wasserwirtschaft und Altlasten Städte, Gemeinden und Zweckverbände im vergangenen Jahr mit insgesamt rund 108 Millionen Euro unterstützt. Die Fördermittel des Landes flossen in zukunftsweisende Maßnahmen zum Schutz der Gewässer, zur Sicherung der Trinkwasserversorgung, in den Hochwasserschutz und zur Sanierung kontaminierter Flächen im Stuttgarter Regierungsbezirk.

„Mit den Förderungen ermöglicht das Land Kommunen und kommunalen Verbänden wichtige Investitionen zum Schutz unserer Umwelt. Gleichzeitig kann die Infrastruktur in unserem Regierungsbezirk erhalten oder gar optimiert werden. So tragen Land und Kommunen zur Daseinsvorsorge bei“, sagte Regierungspräsidentin Susanne Bay.

„Die in 2025 bewilligten Projekte leisten einen bedeutenden Beitrag zum Gewässerschutz, zur Verbesserung der Wasserqualität, zum Hochwasserschutz und zur nachhaltigen Entwicklung unseres Regierungsbezirks“, so Bay weiter.

Kommunale Abwasserbeseitigung: Investitionen in den Schutz unserer Gewässer

Im Förderbereich der kommunalen Abwasserbeseitigung wurden rund 58,3 Millionen Euro für 45 Vorhaben sowie 16 Gutachten eingesetzt. Den Zuwendungsbescheid über die höchste Fördersumme erhielt der Zweckverband „Abwasserreinigung Oberes Bühlertal“ im Landkreis Schwäbisch Hall mit rund 7,4 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt zur Erweiterung der Kläranlage Untersontheim. Durch den Einsatz moderner Klärtechnik und die Zentralisierung der Abwasserreinigung, bei der kleinere Kläranlagen stillgelegt und an leistungsfähigere Anlagen angeschlossen werden, wird die Reinigungsleistung der Abwasseranlagen deutlich verbessert.

Öffentliche Wasserversorgung: Vorsorge für die Zukunft

Im Hinblick auf die öffentliche Wasserversorgung wurden 29 kommunale Projekte mit rund 40,0 Millionen Euro bezuschusst. Die höchste Förderung erhielt der Zweckverband „Wasserversorgungsgruppe Mühlbach“ im Landkreis Heilbronn mit knapp 6,8 Millionen Euro für den Bau einer leistungsstarken Hauptverbindungstraße zwischen Kälbertshausen und Hüffenhardt. Solche Infrastrukturmaßnahmen stärken die Versorgungssicherheit und tragen dazu bei, die Trinkwasserversorgung auch in Zeiten des Klimawandels dauerhaft zu gewährleisten.

Verbände als Schlüssel für Wirtschaftlichkeit und Resilienz

Einen besonderen Schwerpunkt der Förderung bilden kommunale Verbände. „Interkommunale Zusammenschlüsse sind wirtschaftlicher, bieten in der Wasserversorgung eine höhere Versorgungssicherheit und ermöglichen durch den Betrieb von leistungsfähigeren Kläranlagen eine bessere Reinigung des Abwassers. Auch beim Hochwasserschutz hat sich die Zusammenarbeit der Gemeinden im Rahmen von Wasserverbänden seit Jahrzehnten bewährt“, erläuterte Bay.

Wasserbau und Gewässerökologie: Natürliche Lebensräume schützen

Gefördert wurden Projekte zum Hochwasserschutz, zur naturnahen Gewässerentwicklung und Konzeptionen zum Starkregenmanagement. Diese Vorhaben sollen Siedlungen vor den Folgen von Hochwasser schützen und schaffen wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Für ihre Umsetzung wurden insgesamt rund 9,1 Millionen Euro eingesetzt.

Altlastensanierung: Flächen zurückgewinnen

Für die Untersuchung und Sanierung altlastenverdächtiger Flächen stellte das RPS im vergangenen Jahr rund 1,1 Millionen Euro bereit. Durch die Beseitigung von Altlasten werden Gefahren für Mensch und Umwelt reduziert und die erneute Nutzung kontaminierte Grundstücke ermöglicht. Dies leistet einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des Flächenverbrauchs. So ist die Bebauung der 2,6 ha umfassenden Industriebrache „Schoch-Areal“ in Stuttgart Feuerbach nach aufwändiger Bodensanierung und nach wie vor laufender und von uns geförderter Grundwasserreinigung nahezu abgeschlossen. Entstanden ist das „Quartier am Wiener Platz“, das Tor zu Feuerbach.

In Neuenstadt am Kocher ist der Neubau eines Wohn- und Pflegeheimes für Menschen mit Teilhabeeinschränkungen geplant. Möglich wird diese Nutzung auf dem Gelände des ehemaligen städtischen Gaswerks, durch die von uns geförderte Sanierung des kontaminierten Bodens und des Grundwassers.

Hintergrundinformationen:

Die Förderungen basieren auf den Förderrichtlinien Wasserwirtschaft 2024 und der Förderrichtlinie Altlasten. Antragsberechtigt sind Kommunen, Landkreise, kommunale Verbände sowie öffentlich-rechtliche Zusammenschlüsse von Gebietskörperschaften.

PM Regierungspräsidium Stuttgart

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