Jahresbilanz Mobilität 2025: Rund 260 Millionen Euro in Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur investiert

Das Regierungspräsidium Stuttgart steigerte 2025 erneut die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur im Regierungsbezirk Stuttgart. Rund 260 Millionen Euro aus Mitteln des Bundes und des Landes flossen in den Erhalt und den Bau von Straßen und Radwegen. Auch 2026 stehen umfangreiche Sanierungen und Erhaltungsmaßnahmen an.

Rund 260 Millionen Euro aus Mitteln des Bundes und des Landes flossen 2025 im Regierungsbezirk Stuttgart in den Erhalt und den Bau von Straßen und Radwegen. Im Jahr 2024 waren es rund 240 Millionen Euro. Für das Jahr 2026 geht das Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) von einer Steigerung auf voraussichtlich rund 290 Millionen Euro aus. Hinzu kamen im vergangenen Jahr außerdem rund 114,7 Millionen Euro, die über verschiedene Förderprogramme an Kreise, Kommunen und ÖPNV-Vorhabenträgerinnen und Vorhabenträger ausbezahlt wurden.

Regierungspräsidentin Susanne Bay zieht eine positive Bilanz: „Wir setzen uns für eine Mobilität ein, die nachhaltig, inklusiv und innovativ ist. Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Verkehrswege zu erhalten und zu modernisieren, Brücken und Tunnel zu sanieren und gleichzeitig den Ausbau des Radverkehrs sowie eines barrierefreien öffentlichen Nahverkehrs voranzubringen. Unser Ziel ist ein leistungsfähiges, sicheres und klimafreundliches Mobilitätssystem, das den Bedürfnissen der Menschen ebenso gerecht wird wie den Anforderungen an eine zukunftsfähige Infrastruktur.“

Heiko Engelhard, Leiter der Abteilung „Mobilität, Verkehr, Straßen“ im RPS, ergänzte: „Die Mobilität steht weiterhin vor großen Veränderungen. Unsere Aufgabe ist es, die bestehende Infrastruktur zuverlässig zu erhalten und zugleich die Verkehrssysteme besser miteinander zu vernetzen. Dazu treiben wir den Ausbau von Radwegen und Radschnellwegen voran, entwickeln die Mobilitätspakte weiter und arbeiten daran, die verschiedenen Verkehrsträger noch stärker aufeinander abzustimmen. So schaffen wir die Grundlage für eine leistungsfähige und zukunftsorientierte Mobilität.“

Förderung kommunaler Verkehrsinfrastruktur

Mit dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) unterstützt das Land Städte und Gemeinden beim Bau, Aus- oder Umbau von Vorhaben im Bereich des kommunalen Straßenbaus, des ÖPNV und des Rad- und Fußverkehrs. So können Kommunen Projekte zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse, des Klimaschutzes und der Barrierefreiheit umsetzen. Ergänzt werden die Fördermöglichkeiten durch Programme des Bundes, wie etwa das Sonderförderprogramm Stadt und Land und die Förderung von Radschnellverbindungen. 2025 wurden an Landkreise, Kommunen und ÖPNV-Vorhabenträgerinnen und Vorhabenträger aus diesen Förderprogrammen vom RPS insgesamt rund 114,7 Millionen Euro ausbezahlt.

Dabei ist das Bewilligungsvolumen für ÖPNV-Maßnahmen 2025 nochmals sprunghaft auf fast 65 Millionen Euro angestiegen. Gründe dafür sind unter anderem, dass das Regierungspräsidium Stuttgart für die Erweiterung der Abstellanlage mit neuem Betriebshof für S-Bahnen der AVG in Heilbronn Fördermittel in Höhe von über 17 Millionen Euro bewilligen konnte. Weitere größere Förderungen erhielten Vorhaben der Qualitätsoffensive Schienenknoten Stuttgart (QSS) zum Schieneninfrastrukturausbau und zum barrierefreien Ausbau der S-Bahn Haltestellen im Rahmen des Bahnsteigaufhöhungsprogramms SO96 in der Region Stuttgart mit insgesamt mehr als 17,5 Millionen Euro. Auch die DB InfraGO AG wurde für den Neubau zweier Bahnhaltepunkte in Bad Friedrichshall und Aalen mit über 13 Millionen Euro gefördert.

Insgesamt sind 15 Vorhaben bewilligt worden.

Im laufenden Jahr 2026 ist damit zu rechnen, dass weitere QSS-Projekte mit mindestens 25 Millionen Euro und der barrierefreie Umbau von Bushaltestellen gefördert werden. Die Entwicklung zeigt, dass bewilligte Projekte zunehmend anspruchsvoller und umfangreicher werden, wodurch sich sowohl der technische als auch der wirtschaftliche Prüfungsaufwand erhöht und das Bewilligungsvolumen steigt.

Besonders erfreulich ist, dass im neu aufgelegten Ortsmittenförderprogramm des LGVFG KStB im Jahr 2025 bereits insgesamt 10,3 Millionen Euro an sechs Kommunen ausbezahlt werden konnten.

„Mit den vielfältigen Förderprogrammen von Land und Bund unterstützen wir unsere Kreise und Kommunen dabei, wichtige Projekte für eine moderne und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur umzusetzen. Diese Investitionen tragen dazu bei, nachhaltige Mobilitätsangebote auszubauen und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger weiter zu verbessern“, sagte Regierungspräsidentin Bay.

Ausblick: Projekte 2026

Auch im Jahr 2026 werden zahlreiche laufende Erhaltungsmaßnahmen sowie Aus- und Neubauprojekte im Bereich der Bundes- und Landesstraßen abgeschlossen oder fortgesetzt.

Von besonderer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang etwa die Sanierung des Schemelsbergtunnels (B 39), der zeitgleich mit einem neuen Rettungsstollen ausgestattet wurde. Der Ausbau der B 14 Backnang-West – Nellmersbach wird im Jahr 2026 weiter mit großen Schritten voranschreiten. In Bietigheim-Bissingen wird die umfangreiche Fahrbahndeckenerneuerung der Ortsdurchfahrt im Laufe des Jahres abgeschlossen werden. Auch die seit 2024 laufende Fahrbahndeckenerneuerung der B 29 zwischen Urbach und Lorch soll in diesem Jahr fertiggestellt werden.

Die Planungen und der Neubau von Radschnellverbindungen werden weiter vorangetrieben. Der Ersatzneubau von in die Jahre gekommenen Brücken genießt im Jahr 2026 weiterhin höchste Priorität. Wetterbedingt verursachte Hangrutschungen müssen weiterhin gesichert werden. Die Böschungssicherung der Hepsisauer Steige im Zuge der L 1212 in 2026 ist exemplarisch für weitere geplante Sicherungsmaßnahmen.

Informationen zum Sanierungsprogramm Baden-Württemberg finden Sie auf der Internetseite des Verkehrsministeriums und im Anhang.

Teamwork und spannende Projekte für das Gemeinwohl

Abschließend betonte die Regierungspräsidentin: „Mobilität ist ein grundlegendes Bedürfnis – ganz gleich, ob in der Stadt oder im ländlichen Raum, ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit. Dafür setzen wir uns täglich mit großem Engagement ein. Mein Dank gilt allen Mitarbeitenden des Regierungspräsidiums Stuttgart sowie den Kommunen und Baupartnern, die gemeinsam daran mitwirken, unsere Verkehrswege zu erhalten und weiterzuentwickeln. Gerade bei der Sanierung und dem Ausbau der Infrastruktur zeigt sich, wie wichtig gute Zusammenarbeit und engagierte Fachkräfte sind. Deshalb möchten wir weiterhin für das Regierungspräsidium Stuttgart als attraktiven und familienfreundlichen Arbeitgeber werben. Auch Ingenieurinnen und Ingenieure haben bei uns die Möglichkeit, an vielfältigen Projekten mitzuwirken und die Mobilität im Regierungsbezirk Stuttgart aktiv mitzugestalten“, so Bay.

In unserer Mediathek unter www.rp-stuttgart.de finden Sie vier Filme, die Kolleginnen und Kollegen des RPS bei ihren spannenden und verantwortungsvollen Tätigkeiten im Straßenbau (als Projektleitung), bei der Brückenprüfung, der Verkehrs-und Landschaftsplanung zeigen .

Offene Stellen beim RPS finden Sie unter www.rp-stuttgart.de > Service > Stellenangebote.

Hintergrundinformationen:

Das Regierungspräsidium Stuttgart plant, baut und erhält 1.348 Kilometer Bundes- und 3.344 Kilometer Landesstraßen, 747 Kilometer Radschnellwege und Radwege sowie 2.120 Brücken und Unterführungen an Bundes- und Landesstraßen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung der kommunalen Verkehrsinfrastruktur – Straßen, Radwege und ÖPNV – nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG). Informationen über die vielfältigen Aufgaben der Abteilung „Mobilität, Verkehr, Straßen“ finden Sie auf unserer Internetseite unter www.rp-stuttgart.de > Über uns > Abteilungen > Abteilung 4.

Aktuelle Informationen über Straßenbaustellen im Land können Interessierte auf der Internetseite der Straßenverkehrszentrale des Landes Baden-Württemberg unter www.verkehrsinfo-bw.de abrufen. VerkehrsInfo BW gibt es auch als App (kostenlos und ohne Werbung) – Infos unter: www.verkehrsinfo-bw.de/verkehrsinfo_app.

Maßnahmenliste 2026 Regierungspräsidium Stuttgart (PDF):  Maßnahmenliste_2026_RP_Stuttgart

PM Regierungspräsidium Stuttgart

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