Die Landesagentur für die Zuwanderung von Fachkräften unterstützt seit April 2025 als zentrale Anlaufstelle Wirtschaft und Gesundheitseinrichtungen erfolgreich bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte. Im ersten Jahr konnte die LZF bei rund 3.000 Anträgen bereits 1.500 Vorabzustimmungen erteilen.
„Very fast“ – „erfrischende und sehr hilfreiche Behörde“ – „Sie haben tolle Leute“ – „ein großes Dankeschön für Ihre schnelle und so unglaublich zuvorkommende Zusammenarbeit. Nicht nur, dass Sie wirklich schnell arbeiten, sondern auch jede Rückfrage freundlich und fachlich kompetent beantworten“, so einige Rückmeldungen von potentiellen Fachkräften und Unternehmen.
Die Landesagentur für die Zuwanderung von Fachkräften (LZF) zieht ein Jahr nach ihrem Start eine positive Bilanz: Arbeitgebende und Fachkräfte schätzen die gute Erreichbarkeit, planbare Verfahren und kompetente Beratung. An vier Tagen in der Woche wird über die Hotline beraten, rund um die Uhr erreichbar ist die LZF-Internetseite mit übersichtlichen Informationen zum beschleunigten Fachkräfteverfahren und zur direkten digitalen Antragstellung. Seit Aufnahme ihrer Arbeit am 1. April 2025 hat sich die LZF längst als zentrale landesweite Anlaufstelle für das beschleunigte Fachkräfteverfahren etabliert und leistet einen spürbaren Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs im Land. Während sich die Mitarbeitenden im Regierungspräsidium Karlsruhe um potentielle Fachkräfte aus der Wirtschaftsbranche kümmern, bearbeiten die Mitarbeitenden im Regierungspräsidium Stuttgart Anträge aus der Gesundheitsbranche.
Die Karlsruher Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder betonte: „Die LZF ist in nur einem Jahr zu einer unverzichtbaren Partnerin für unsere Unternehmen geworden. Mit klar strukturierten und vollständig digitalen Verfahren schaffen wir Tempo und Transparenz – das ist ein entscheidender Standortvorteil im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe.“
Die Stuttgarter Regierungspräsidentin Susanne Bay hob die Bedeutung für die Daseinsvorsorge hervor: „Die Sicherung von Fachkräften – gerade im Gesundheits- und Pflegebereich – ist eine der großen Zukunftsaufgaben unserer Zeit. Die LZF zeigt, wie moderne, kundenorientierte Verwaltung funktioniert: digital, verlässlich und geprägt von echter Willkommenskultur. Davon profitieren Arbeitgebende und Fachkräfte gleichermaßen.“
Die LZF arbeitet dabei vollständig papierlos. Anträge können über die Internetseite sofort digital gestellt und mit den erforderlichen Dokumenten hochgeladen werden. Dabei wird auf das bundesweit einheitliche Online-Antragsverfahren zum beschleunigten Fachkräfteverfahren zurückgegriffen.
In ihrem ersten Jahr konnte die LZF so bei rund 3.000 Anträgen bereits 1.500 Vorabzustimmungen erteilen. Dabei zahlt sich die Verzahnung von ausländerrechtlicher Prüfung und anerkennungsrechtlicher Beratung in einer Behörde aus. Unternehmen sowie Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen können sich zu allen Fragen im beschleunigten Fachkräfteverfahren an die LZF wenden und profitieren von der niederschwellig erreichbaren, individuellen Betreuung. Im Schnitt vergehen zwischen dem Abschluss der Vereinbarung und der Vorabzustimmung 22 Kalendertage. Mit der Vorabzustimmung können ausländische Fachkräfte bei den deutschen Auslandsvertretungen zügig das notwendige Visum beantragen und so deutlich schneller als im regulären Visumverfahren ihre Arbeit oder Ausbildung in Baden-Württemberg aufnehmen.
Durch die landesweite Zuständigkeit hat sich die LZF in Baden-Württemberg in kürzester Zeit als Kompetenzzentrum etabliert und wird als Unterstützung und Servicestelle wahrgenommen. Positive Rückmeldungen aus Wirtschaft, Gesundheits- und Pflegesektor bestätigen, dass die LZF dazu beiträgt, Fachkräfte schneller in den baden-württembergischen Arbeitsmarkt zu integrieren. Die LZF ist auch bundesweit gut vernetzt. Gemeinsam mit den bestehenden Zentralstellen der anderen Länder tauscht sie sich regelmäßig zu gemeinsamen digitalen Lösungen und zu einer kontinuierlichen Vereinheitlichung in der Fallbearbeitung im Bereich der Erwerbsmigration aus.
Gleichzeitig wurde ein breites Netzwerk zu Unternehmen, insbesondere kleinen und mittleren Betrieben, Einrichtungen des Gesundheits- und Pflegesektors, Anerkennungsstellen und Ausländerbehörden aufgebaut. Die LZF steht außerdem in regelmäßigem Austausch mit der Bundesagentur für Arbeit und den regionalen Kammern für Industrie (IHK) und Handwerk (HWK). Durch Informationsveranstaltungen, digitale Formate und individuelle Beratungsangebote wurden Strukturen geschaffen, die den Austausch zwischen allen Beteiligten im beschleunigten Fachkräfteverfahren nachhaltig verbessern. Dieses Informationsangebot soll 2026 weiter ausgebaut werden.
Beide Regierungspräsidentinnen ziehen ein gemeinsames Fazit: „Die ersten zwölf Monate haben eindrucksvoll gezeigt, wie groß der Nutzen an einer zentralen Anlaufstelle für die Zuwanderung von Fachkräften ist. Mit der LZF schaffen wir Brücken zwischen Wirtschaft, Verwaltung und internationalen Fachkräften und tragen dazu bei, Baden-Württembergs Zukunftsfähigkeit zu erhalten und zu stärken.“
Die LZF will ihre erfolgreiche Arbeit in den kommenden Jahren ausbauen und Baden‑Württemberg weiter als attraktiven Standort für internationale Fachkräfte profilieren. So wird Fachkräftesicherung im Land nachhaltig unterstützt. Im Mittelpunkt steht auch zukünftig die kompetente Beratung, eine konsequente Digitalisierung und eine noch engere Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Verwaltung sowie Partnerinnen und Partnern im In- und Ausland.
Über die LZF
Nach Bereitstellung der Haushaltsmittel und Stellen durch den Landtag im Dezember 2024 hat die LZF zum 1. April 2025 ihre Arbeit aufgenommen.
Während sich die Mitarbeitenden im Regierungspräsidium Karlsruhe um potentielle Fachkräfte aus der Wirtschaftsbranche kümmern, sind die Mitarbeitenden im Regierungspräsidium Stuttgart für Anträge aus der Gesundheits- und Pflegebranche zuständig.
Die LZF ergänzt die bestehenden Zuständigkeiten der kommunalen Ausländerbehörden und konzentriert sich auf das beschleunigte Fachkräfteverfahren nach dem Fachkräfteeinwanderungsrecht. Weitere Informationen, die Online Antragsstrecke sowie Beratungsangebote sind unter www.lzf-bw.de abrufbar.
Anlage
Daten und Fakten zu einem Jahr LZF (PDF): Folien LZF – 1 Jahr – Anlage
PM Regierungspräsidium Stuttgart