Für uns steht fest: Wir wollen unseren Kundinnen und Kundinnen die gesamte Bandbreite des Bankgeschäfts bieten – über sämtliche Vertriebskanäle hinweg, so die Stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Göppingen, Cindy Berend, anlässlich eines Pressegesprächs am 24. März. Dafür stehen die 936 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreissparkasse. Und das seit inzwischen 180 Jahren.
Am 22. September 1846 wurde die Oberamtssparkasse in Göppingen gegründet, die bereits am 14. Oktober ihren Betrieb aufnimmt. Die Oberamtssparkasse Geislingen wurde am 25. September 1851 gegründet. Die Oberamtssparkassen erhalten 1934 die Bezeichnung „Kreissparkasse“. Durch das Gesetz über die Neueinteilung des Landes von 1938 wird der Landkreis Göppingen um die Teile von Geislingen sowie um Aichelberg, Zell u.A., Roßwälden, Weiler, Adelberg, Baiereck, Reichenbach u.R. und Winzingen erweitert. Die Kreissparkasse von Göppingen und Geislingen werden zur Kreissparkasse Göppingen zusammengeführt.
Früher war die Kreissparkasse über Filialen in fast jedem Dorf sehr nah beim Kunden, heute im Internetzeitalter bringt das Internet, die App, die Kreissparkasse nahe zum Kunden. Trotzdem gibt es noch Filialen in den größeren Orten. Heute investiert die Kreissparkasse Göppingen gleichermaßen in ihre Räumlichkeiten, in den stationären, medialen und digitalen Vertrieb, sozusagen in den Fortschritt.
Ende Mai/Anfang Juni wird die Kreissparkasse mit der Modernisierung ihres Beratungs-Centers in Bad Boll beginnen. Das bedeutet, dass die Kolleginnen und Kollegen in einen Container umziehen, um den Service im Ort aufrecht zu erhalten. Die Beratungen finden vorübergehend in der Beratungsfiliale Heiningen statt.
Das Beratungs-Center Bad Boll hat in Zukunft seinen Platz im Erdgeschoss. Es wird komplett neugestaltet, so dass es auch künftig genügend Raum für Beratungen und den Service sowie für den SB-Bereich geben wird. In den beiden jeweils 400 Quadratmeter großen Geschossen darüber werden zwei Wohngruppen der Arbeits- und Lebensgemeinschaft Bad Boll e. V. für insgesamt siebzehn Personen eingerichtet: mit zeitgemäßen Zimmern und den erforderlichen Gemeinschaftsräumen. Zudem wird das gesamte Gebäude energetisch saniert und eine Photovoltaikanlage installiert. Den Umbau steuert mit guter Expertise Die Tochtergesellschaft FGM, die Fachpartner Gebäude-management GmbH. Cindy Behrend rechnete beim Pressegespräch mit Gesamtkosten in Höhe von rund fünf Millionen Euro.
Fortschritte macht auch die Beratungsfiliale in Donzdorf. Der Baubeginn ist bereits erfolgt. Die neuen Räumlichkeiten sind zunächst für zehn Jahre gemietet. Die Kreissparkasse investiert in den Ausbau rund 560.000 Euro. Wenn alles nach Plan läuft, wollen wir noch dieses Jahr die Eröffnung feiern, so Behrend.
Außerdem wird zurzeit das Beratungs-Center in der Marktstraße 2 in Göppingen neu gestaltet. Das Erdgeschoss wird in neue Zonen eingeteilt und es wird ein neues Kundenleitsystem eingeführt. Ein neuer Geldausgabeautomat, der in Zukunft direkt von der Marktstraße bedient werden kann, ist bereits eingebaut. Außerdem wird es hier künftig zwei Videoberatungsräume mit einer Videostele geben. Im vergangenen Jahr hat die Kreissparkasse diese Art Stele bereits in Wäschenbeuren in Betrieb genommen. Das Konzept ist erprobt. Insgesamt planen die Kreissparkasse mit Ausbaukosten in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro. Das neue Beratungs-Center Göppingen soll bis zum Weltspartag fertiggestellt sein.
Die Videostelen sind ein Bindeglied hin zu einem Medialen Service- und Beratungs-Center. Wer die Videoberatung oder den Videoservice nutzt, ist direkt mit den Kolleginnen und Kollegen dort verbunden. Das sind bestens ausgebildete und qualifizierte Mitarbeitende, die es ihren Kundinnen und Kunden an nichts fehlen lassen. Unsere Mediale Filiale ist ein Aushängeschild unserer Sparkasse – egal ob es sich um eine Beratung oder um ein Serviceanliegen handelt, erzählt Berend. Mit dem Kundenservice hatten vermutlich die meisten Kundinnen und Kunden schon Kontakt. Die Kolleginnen und Kollegen haben im Jahr 2025 rund 260.000 Anrufe und 7500 Chatanfragen verzeichnet und erreichen derzeit bei Google mit 314 Bewertungen hervorragende 4,9 Sterne.
Die Kunden können allerdings auch zunehmend, wenn gewünscht, viele Prozesse eigenständig über die Internetfiliale der Kreissparkasse, im Online-Banking oder über die mehrfach ausgezeichnete App Sparkasse durchführen.
Die Zahlen zeigen, dass auch letztere Varianten gefragt sind.
Die Online-Banking-Quote betrug jeweils zum 31. Dezember
| 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 |
| 65,4 % | 69,0 % | 71,7 % | 74,0 % | 76,1 % |
Die aktive durchschnittliche App-Nutzung pro Monat betrug zum 31. Dezember
| 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 |
| 37.900 | 43.300 | 50.000 | 53.000 | 54.900 |
Die App Sparkasse bietet den Kundinnen und Kunden zunehmend mehr Funktionen und Services an. Darüber hinaus wird die Kreissparkasse voraussichtlich im Frühsommer den App-Usern auch einen Onlinebroker für Selbstentscheider anbieten und auch der Handel und die Verwahrung von Kryptowährungen soll über die App möglich werden.
Ein weiteres Angebot, das die Kreissparkasse demnächst im Online-Banking und etwas später in der App Sparkasse einführen wird, ist ein sogenannter „Cockpit Immobilie“, eine digitale Plattform für alle Themen rund ums Wohneigentum. Das Cockpit bietet den Kundinnen und Kunden eine zentrale Übersicht zu allen eigenen Immobilien – vom Marktpreisindikator bis hin zum Modernisierungsrechner. Es erleichtert aber auch das Durchstöbern von Immobilienangeboten, wenn man auf der Suche nach Wohneigentum ist oder bietet die Möglichkeit einer digitalen Finanzierungsanfrage.
Joachim Abel