Aus dem Gemeinderat Hattenhofen

Gemeinderat genehmigt Spendenannahme

Einstimmig hat der Gemeinderat dem jährlich vorzulegenden Spendenbericht zugestimmt. Damit gehen die Spenden vom wirtschaftlichen in das volle Eigentum der Gemeinde über. Den Bericht erhält das Landratsamt. Es ging überwiegend um Spenden zwischen 50 und 150 Euro.

Ehrenmal in neuem Glanz

Der Bauhof hat das Ehrenmal vor der Evangelischen Kirche saniert. Die Stützmauern des Ehrenmals wurden aus statischen Gründen hinterfangen, die Statue und die Fläche gereinigt und neu bepflanzt. Eine Staudenmischung wird im besten Fall blühen, eine Schotterdecke ermöglicht eine bessere Unkrautpflege.

Planungsrecht: Bereich zwischen Rathaus und Zeller Straße wird überarbeitet

Einstimmig hat der Gemeinderat mit dem Aufstellungsbeschluss das förmliche Verfahren für den Bebauungsplan „Graubachtal/Ortsmitte – 3. Änderung“ gestartet. Das Gebiet soll nach 25 Jahren städtebaulich aktualisiert werden.

Baurecht für Sanitätsgebäude auf dem Sportplatz

Nach einem sehr kurzen Verfahren von rund drei Monaten hat der Gemeinderat den Bebauungsplan „Gockelreute, 2. Änderung“ einstimmig beschlossen. Dieser wird mit der öffentlichen Bekanntmachung (siehe in dieser Ausgabe ) in Kraft treten. Der Bebauungsplan schafft Baurecht für das geplante Sanitärgebäude, für das die Gemeinde die Baugenehmigung nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens erhalten wird. Ziel sei es, so Bürgermeister Jochen Reutter, mit dem Bau im Sommer zu beginnen und bis Frühjahr 2027 fertig zu sein.

Abschied von langjährigem Verbandsbaumeister

Verbandsbauingenieur Wolfgang Scheiring war in seiner letzten Hattenhofer Gemeinderatssitzung. Da er in Rente geht, bedankte er sich für die langjährige, konstruktive und angenehme Zusammenarbeit bei dem Gremium. Scheiring wünschte der Gemeinde viel Erfolg und dem Gemeinderat weiterhin gute Entscheidungen.

Bürgermeister Jochen Reutter bedankte sich bei dem scheidenden Verbandbaumeister, man habe sehr von seinem Know-how profitiert. Mit dem Nachfolger Martin Fischer werde „der Laden gut weiterlaufen“. Der Gemeinderat verabschiedete Wolfgang Scheiring mit Beifall.

Wasserleitung: Weiterer Abschnitt in der Mörikestraße wird saniert

Die Gemeinde setzt die Sanierung der Wasserleitungen in der Mörikestraße fort und beauftragt mit den Tiefbauarbeiten die Firma Moll aus Gruibingen für knapp 275.000 Euro. Mit dem Rohrleitungsbau wird die Firma Hummel aus Ebersbach/Fils für knapp 34.000 Euro beauftragt. Dies hat der Gemeinderat aufgrund des Ausschreibungsergebnisses einstimmig beschlossen. Neun Firmen hatten angeboten. Bei der verlegten Wasserleitung, wie der neue Verbandsbaumeister Martin Fischer ausführte, handelt es sich um eine alte Gussleitung aus den 1950 Jahren. Diese wird auf eine Länge von rund 140 Meter neu verlegt, dazu werden zwei Wasserschächte eingebaut und die Hausanschlussleitungen erneuert. Parallel verlegt die Deutsche Glasfaser Leerrohrverbände, jedes Grundstück wird mit einem Micro-Pipe erschlossen. Die Bauausführung ist von April bis Juli vorgesehen.

Neubaugebiet „Bäumle“: Bodenordnung wird vorbereitet

Einstimmig hat der Gemeinderat für das Gebiet des geplanten Bebauungsplans „Bäumle“ die Umlegung von Grundstücken angeordnet. Um die Umlegung durchführen zu können, wurde ein nichtständiger Umlegungsausschuss gebildet, der als beschließender Ausschuss den kompletten Gemeinderat umfasst. Dazu gibt es zwei beratende Sachverständige für Vermessung und Bautechnik. Das gesetzliche Baulandumlegungsverfahren soll die Erschließung des Baugebiets vorbereiten. Damit wurden noch keine Inhalte oder Kostenregelungen beschlossen, betonte Bürgermeister Jochen Reutter, sondern es sei lediglich ein formal nötiger Beschluss.

Voraussetzung für die Realisierung des Baugebiets ist die noch ausstehende Rechtskraft des Bebauungsplans. Dieser soll beschlossen werden, sobald aktuelle Kosten errechnet und mit den Grundstückseigentümern entsprechende Kostenübernahmevereinbarungen getroffen wurden.

Starkregenrisiko: Verbandsgemeinden erarbeiten Schutzkonzept

Private Vorsorge bleibt unerlässlich

In der letzten Verbandsversammlung des Raums Bad Boll wurde schwerpunktmäßig das Interkommunale Starkregenrisikomanagement beraten, informierte Bürgermeister Jochen Reutter. Wegen der Zunahme von Extremwetterereignissen, darunter lokale Starkregenereignisse, werden die Verbandsgemeinden mit Hilfe eines Ingenieurbüros ein Risikomanagementkonzept erarbeiten. Anhand von Starkregengefahrenkarten kann dann ermittelt werden, wo sich bei Starkregenereignissen Oberflächenwasser sammelt. Im Gegensatz zu klassischen Hochwassern handelt es sich um plötzlich einsetzende, lokal begrenzte und sehr intensive Niederschläge. Das Land fördert solche Konzepte mit 70 Prozent der Kosten. Das Konzept soll bis Ende des Jahres 2027 unter Beteiligung lokaler Fachleute und der Öffentlichkeit fertiggestellt werden. Wichtig sei in dem Zusammenhang, betonte Bürgermeister Jochen Reutter, die Eigenvorsorge eines jeden privaten Grundstückeigentümers. Man könne sich im Starkregenfall nicht auf die Gemeinde oder die Feuerwehr verlassen, die sei gar nicht in der Lage, überall gleichzeitig zu sein. Auch das Thema Versicherungsschutz sollte jeder prüfen.

Gemeindefinanzen: Landrat mahnt Sparkurs an

Gute Rücklage sinkt

Landrat Markus Möller hat die Gesetzmäßigkeit der Haushaltssatzung 2026 und der Wirtschaftspläne für die beiden Eigenbetriebe Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung bestätigt. Die vorgesehenen Kreditaufnahmen in den Eigenbetrieben wurden genehmigt. Der Landrat weist darauf hin, dass wie im Vorjahr der Haushaltsplan im Ergebnishaushalt nicht ausgeglichen werden kann, mit einem Fehlbetrag von knapp 342.000 Euro. Gemäßig der mittelfristigen Finanzplanung wird sich diese negative Entwicklung fortsetzen bis 2029. Ein Ausgleich sei nur durch Inanspruchnahme der Rücklagen möglich, dies trage aber nicht dem Grundgedanken Rechnung, den Ressourcenverbrauch vollumfänglich zu erwirtschaften. Erfreulich sei, dass trotz des geplanten Investitionsvolumens von fast drei Millionen Euro im Kernhaushalt keine Kreditaufnahmen vorgesehen sind. Der Gemeinde stünden ausreichend liquide Mittel zur Verfügung, erheblich über der gesetzlich vorgeschriebenen Quote. Die Gemeinde, so der Landrat, stehe weiterhin vor finanziell herausfordernden Zeiten. Die Rücklage schrumpfe von 1,9 Millionen Euro in 2026 auf rund 365.000 Euro Ende 2029. Die Gemeinde müsse sämtliche Aufwendungen und Auszahlungen hinterfragen und auf Einsparmöglichkeiten untersuchen. Bei Investitionen dürften die Folgekosten nicht außer Acht gelassen werden. Der Gemeinderat nahm den Erlass zur Kenntnis.

 

PM Gemeindeverwaltung Hattenhofen

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