Blumen, Blüten und Frühlingsgefühle: die erste Jahreszeit in den Monumenten begrüßen

Mit dem Frühling erwacht auch das Leben in den Schloss- und Klostergärten des Landes – und verwandelt winterliche Anlagen in bunte Blumenparadiese, in denen es summt und brummt. Dabei entwickelt jeder Garten seinen eigenen Charme und lädt auf unterschiedliche Weise dazu ein, die neue Jahreszeit und ihre Farben bei einem Besuch zu genießen – von den Kirschblüten im Schlossgarten Schwetzingen über die Magnolienblüte im Kreuzgarten von Kloster Maulbronn bis zu den blühenden Wiesen im Kur- und Schlosspark Badenweiler.

Ein Stück Japan im Schlossgarten

Mitte März – wenn die Tage langsam wärmer werden – beginnen die japanischen Zierkirschen im Schloss und Schlossgarten Schwetzingen, sich langsam zu öffnen. In nur wenigen Wochen verwandeln die rosafarbenen Knospen den Obstgarten der ehemaligen Sommerresidenz der pfälzischen Kurfürsten in ein wahres Blütenmeer – ein Ereignis, das von vielen Besucherinnen und Besuchern jedes Jahr aufs Neue gespannt erwartet wird. Sind die Knospen ganz aufgegangen, laden die zarten Blüten zum Spaziergang durch den Schlossgarten ein. In Japan, dem Heimatland der Zierkirsche, wird die Kirschblüte jährlich traditionell mit dem Fest „Hanami“ – zu Deutsch „Blüten betrachten“ – gefeiert. Damit die Gäste des Schlossgartens ihren Besuch passend zum Stand der Blüte planen können, finden sie im digitalen Blühbarometer unter https://www.schloss-schwetzingen.de/erlebnis-schloss-garten/bluehbarometer aktuelle Bilder. Hier werden in regelmäßigen Abständen neue Fotos hochgeladen, so dass Entwicklung der Kirschblüte von zuhause aus nachverfolgt werden kann.

Große Blüte im Klostergarten

Blütenreich wird es ab voraussichtlich Ende März auch im Kloster Maulbronn. Den Kreuzgarten der ehemaligen Zisterzienserabtei ziert ein großer Magnolienbaum, dessen Knospen sich mit Frühlingsbeginn langsam öffnen. Steht der Baum dann in voller Blüte bietet sich den Gästen ein besonderer Anblick: Mit ihren großen weiß-rosafarbenen Blüten zaubert die Magnolie eine liebliche Stimmung in den Kreuzgarten des altehrwürdigen Klosters. Auch die Entwicklung der Magnolienblüte wird dann im digitalen Blühbarometer mit aktuellen Bildern dokumentiert. Magnolienfans aus dem Stauferland haben ebenfalls Glück: Sie müssen für das besondere Ereignis nicht extra in den Enzkreis fahren. Im Garten von Kloster Lorch gibt es ebenfalls einen Magnolienbaum, der im Frühling mit seiner zartrosafarbenen Pracht begeistert.

Frühlingsflor – auch für zuhause

Im Schloss und Schlossgarten Weikersheim zeigt sich der Frühling in besonders vielen Farben. In den Rabatten sprießen bunte Frühblüher und auch die Bäume und Sträucher bereiten sich langsam auf den Sommer vor. Der Garten erwacht zum Leben und lädt die Besucherinnen und Besucher ein, bei einem entspannten Spaziergang die frische Frühlingsluft einzuatmen und die blühende Gartenanlage zu genießen. Wer sich diese Atmosphäre am Ende der Jahreszeit für zuhause sichern will, kann sich ein Stück Schlossgarten mit nach Hause nehmen. Denn am Sonntag, 3. Mai, findet im Schlossgarten der Aktionstag „Blumenzwiebeln selbst stechen“ statt. Der Name verrät es bereits: Die Gäste dürfen im Schlossgarten die Zwiebeln der Frühblüher selbst aus dem Boden stechen und mitnehmen. Zuhause eingepflanzt treiben sie im nächsten Jahr wieder aus und verbreiten ein Stück Schlossgartenpracht in der eigenen Gartenoase.

Frühlingsgefühle in romantischer Ruine

Jährlich ziehen die Ruinen von Schloss Heidelberg unzählige Besucherinnen und Besucher in ihren Bann. Im Frühling, wenn die Natur rund um das Schloss aus ihrer Winterruhe erwacht, lohnt sich ein Ausflug besonders. Das Grün kehrt rund um die Anlage zurück – und mit etwas Glück lassen sich auch schon einige wärmeliebende Tiere wie Eidechsen auf den roten Mauern beobachten. Ein Besuch der Ruine mit dem herrlichen Blick vom Großen Altan und ein Spaziergang durch den Schlossgarten bietet sich für alle an, die in dieser Jahreszeit Frühlingsgefühle verspüren. Auch ein Blick auf das Elisabethenthor mit den kunstvollen Ornamenten lohnt sich. Das triumphbogenartige Bauwerk war ein Geschenk von Friedrich V. an seine Ehefrau Elisabeth Stuart und steht bis heute als Wahrzeichen ihrer Liebe.

Blühende Natur im Kur- und Schlosspark

Für alle, die ihren Frühlingsspaziergang mit einer Zeitreise durch unterschiedliche Epochen verbinden möchten, eignet sich ein Ausflug nach Badenweiler. Im Kur- und Schlosspark können die Gäste beim Flanieren die blühende Natur der weitläufigen Anlage genießen. Der Park ist im Stil eines Englischen Landschaftsgartens angelegt und zählt zu den baumartenreichsten Kurparks in ganz Deutschland. In dieser grünen Landschaft können die Gäste zudem auf den Spuren jahrtausendalter Geschichte wandeln. Die Römische Badruine gilt als eine der am besten erhaltenen Thermen nördlich der Alpen und lässt die Gäste beim Besuch in die Antike eintauchen. Etwas weiter oben lädt die Burgruine Badenweiler Besucherinnen und Besucher auf eine Reise ins Mittelalter ein. Die Ruinen der ehemals mächtigen Festung lassen die Gäste eine fast schon märchenhafte Welt nachspüren und bieten mit ihrer Lage einen weiten Blick über den umliegenden Park.

Foto (SSG Sandra Moritz): Schwetzingen Garten Obstgarten Kirschblüte

PM Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

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