Sondierung vor dem Durchbruch? „Loslegen, aber nicht weiter so“ – Das Landeshandwerk hofft bei den Gesprächen zwischen Grünen und CDU auf einen Durchbruch.

„Die letzten Tage drängte sich der Eindruck auf, die Landeshauptstadt sei in einen politischen Dornröschenschlaf verfallen“, so der Präsident des Spitzenverbands Handwerk BW, Rainer Reichhold. Dies habe bei den Betrieben die Sorge ausgelöst, der versprochene Aufbruch für Baden-Württemberg könne erneut ausbleiben.
Nun hofft das Handwerk auf einen Durchbruch Richtung Koalitionsverhandlungen.
Im Wahlkampf sei eine Politik unter dem Motto „Wirtschaft, Wirtschaft, Wirtschaft“ versprochen worden. Den Worten müssten jetzt spürbare Taten folgen. „Die Wirtschaft erwartet, dass die Wahlsieger loslegen und ihre Ankündigungen umsetzen“, sagt Reichhold. „Baden-Württemberg befindet sich in einer tiefgreifenden Wirtschaftskrise, selbst im Handwerk ist die Geschäftslage so schlecht wie seit Beginn von Corona nicht mehr. Das Land ist seit Jahren bei der Bildung zurückgefallen, ein echter Bürokratierückbau ist nicht einmal in Ansätzen erkennbar. Die Wähler haben der bisherigen Regierungsarbeit deshalb keinen Freibrief zur Fortsetzung gegeben, sondern andere Köpfe mit anderen Wahlversprechen und neuen Mehrheitsverhältnissen gewählt.“
Die Welt warte nicht auf Baden-Württemberg, betonte der Landeshandwerkspräsident: „Dem Land geht es nicht gut genug, um mit seinem Schicksal allzu lang herumzupokern. Und auch ein einfaches Weiter so ist keine Option.“ Vorschläge, wie man die Macher im Land motiviert, wie man Anreize für den Wiederaufstieg des Landes schafft, habe das Handwerk schon vor Monaten formuliert. Reichhold wörtlich: „Jetzt geht es daran, die längst definierten Aufgaben fleißig anzugehen.“

 

PM Baden-Württembergischer-Handwerkstag e.V.

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