Nur Lehrkräfte, die wissen, wie ein Handwerksbetrieb arbeitet, können Jugendliche auch dahingehend beraten und sie frühzeitig für handwerkliche Berufe zu begeistern. Eine gute Berufsorientierung kommt dabei allen zugute. Deshalb bieten die baden-württembergischen Handwerkskammern gemeinsam mit dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) auch im Jahr 2026 wieder Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer an, die Berufsorientierung in ihren Schulen verantworten.„Die Lehrerinnen und Lehrer sind für uns wichtige Partner, um Jugendlichen die ausgezeichneten Zukunftschancen im Handwerk aufzuzeigen. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, Lehrkräften mit der Fortbildung Einblicke ins Handwerk zu ermöglichen“, betont Rainer Reichhold, Präsident des Dachverbands Handwerk BW.In den Fortbildungen erhalten Lehrkräfte praktische Einblicke in verschiedene Handwerksberufe, lernen den Ablauf einer dualen Ausbildung kennen und erfahren, wie sie Berufsorientierung praxisnah in ihren Schulen vermitteln können. Ziel ist es, Berufsorientierung für alle Schülerinnen und Schüler ergebnisoffen zu gestalten – so wie es das neue Schulgesetz auch vorsieht.Ein besonderes Highlight in diesem Jahr: In Heilbronn richtet die Handwerkskammer eine Fortbildung speziell für Gymnasien aus. Unter dem Titel „Goldener Boden – Das Handwerk entdecken: Chancen und Perspektiven für Gymnasiasten“ erleben Lehrkräfte die „experimenta Heilbronn“ als außerschulischen Lernort und können sich mit anderen Berufsorientierungsbeauftragten und wichtigen Partnern austauschen.Termine 2026 der Lehrerfortbildungen im Überblick:
Heilbronn: 4. Februar – experimenta Heilbronn & Bildungs- und Technologiezentrum Heilbronn (BTZ) Mannheim: 21. Juli – Bildungsakademie der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald Stuttgart: 22. April – Bildungsakademie der Handwerkskammer Stuttgart-Weilimdorf Ulm: 1. April – Bildungsakademie der Handwerkskammer Ulm Freiburg: 5. Mai – Gewerbe Akademie OffenburgDie Veranstaltungen richten sich an Lehrerinnen und Lehrer, Schulleitungen, Berufsorientierungsbeauftragte sowie Fachberaterinnen und Fachberater. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über mögliche Bestandteile eines schulischen BO-Curriculums, Informationen zum neuen Umsetzungskonzept Berufliche Orientierung sowie Hinweise auf außerschulische Partner und Unterstützungsangebote von Handwerkskammer, IHK und Arbeitsagentur.„Ergebnisoffene Berufsorientierung ist keine Selbstverständlichkeit. Hier ist die Politik in der Verantwortung. Zu unseren Forderungen an die nächste Landesregierung gehört, dass Berufsorientierung noch stärker in der Lehrerausbildung verankert wird und Lehrkräfte regelmäßig Fortbildungen erhalten“, so Reichhold.Interessierte Lehrkräfte können sich über das Portal LFB online anmelden oder direkt an die jeweilige Handwerkskammer wenden. Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner finden sich auf: https://handwerks-power.de/ansprechpartner/.
PM Baden-Württembergischer-Handwerkstag e.V.