Rekordjahr: Startup-Gründungen legen um rund ein Drittel zu – Ernst: „Startups ziehen die deutsche Wirtschaft nach vorn“

2025 war ein Rekordjahr für Startup-Neugründungen in Deutschland: Mit 3.568 neu gegründeten Startups wurde ein neuer Höchststand erreicht – ein Plus von 29 Prozent gegenüber 2024 und sogar mehr als im bisherigen Rekordjahr 2021. Das zeigen die aktuellen Daten aus der Report-Reihe „Next Generation – Startup-Neugründungen in Deutschland“, die der Startup-Verband gemeinsam mit startupdetector veröffentlicht.  

„Über 3.500 Gründungen, ein Drittel mehr als 2024 – das zeigt den Mut und die Dynamik des deutschen Unternehmertums“, sagt Kati Ernst, stellvertretende Vorsitzende des Startup-Verbands. „Startups ziehen unsere Wirtschaft nach vorn, selbst in einem herausfordernden Umfeld. Hier entstehen die Unternehmen der Zukunft. Jetzt kommt es darauf an, dass Politik und Wirtschaft konsequent auf Innovation und Wachstum setzen und diesem Gründungsgeist die richtigen Rahmenbedingungen geben.“

Breite Dynamik in den Bundesländern – München führt bei Gründungen pro Kopf

Die positive Entwicklung zeigt sich in fast allen Bundesländern. Besonders stark wachsen Bayern (+247, +46 %), Nordrhein-Westfalen (+164, +33 %) und Sachsen (+43, +56 %). „Die Gründungsdynamik ist nicht auf einzelne Hotspots beschränkt“, sagt Dr. Felix Engelmann, Co-Founder von startupdetector. „Wir sehen Wachstumsimpulse in vielen Regionen. Das zeigt: Deutschland ist nicht nur in München und Berlin stark, sondern trägt seine Startup-Stärke zunehmend in die Fläche.“

Mehr als jedes fünfte neue Startup wurde in Bayern gegründet. München liegt bei den Gründungen pro Kopf klar auf Platz 1 – in den Vorjahren waren die Unterschiede in der Spitzengruppe deutlich geringer als 2025. Daneben entwickeln sich forschungsnahe Standorte wie Aachen, Potsdam oder Heidelberg besonders dynamisch. Das unterstreicht die wachsende Bedeutung von Wissenschaft, Technologie und Transfer für das Startup-Ökosystem.

Künstliche Intelligenz ist zentraler Wachstumstreiber 

Der Software-Sektor verzeichnet mit Abstand den größten absoluten Zuwachs und wächst von 618 Neugründungen im Jahr 2024 auf 853 im Jahr 2025. Gleichzeitig gewinnen technologiegetriebene Branchen weiter an Bedeutung: 27 Prozent aller neu gegründeten Startups nutzen KI als wichtigen Bestandteil ihres Geschäftsmodells – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Arnas Bräutigam dazu: “Künstliche Intelligenz ist längst kein Nischenthema mehr, sondern prägt die Gründungsdynamik in vielen Bereichen. Wir sehen KI immer häufiger dort, wo konkrete Probleme gelöst werden – von Software über Medizin bis hin zu industriellen Anwendungen wird sie das Fundament neuer Geschäftsmodelle.”

Auch jenseits klassischer Tech-Segmente zeigt sich Aufbruchsstimmung: Der Food-Sektor wächst um 80 Prozent. Daneben kann Medizin deutlich zulegen (+47%), auch hier zeigt sich das Potenzial von KI, etwa bei der Auswertung radiologischer Bilder, der Früherkennung von Krankheiten oder der automatisierten Dokumentation in Kliniken und Praxen zur Entlastung des medizinischen Personals.

„Die Rekordzahlen zeigen, welches Potenzial in Deutschland steckt“, so Kati Ernst weiter. Unsere exzellente Forschung spielt dabei eine Schlüsselrolle als Ausgangspunkt für Innovation und neue Startups. Wenn wir Gründungen aus der Wissenschaft erleichtern und Innovation priorisieren, kann das unserer Wirtschaft zusätzlichen Rückenwind geben. Aber: Wenn es um die Skalierung von Unternehmen geht, haben wir in Deutschland Schwächen. Das zeigt sich unter anderem in der Wachstumsfinanzierung. Hier müssen wir die Rahmenbedingungen spürbar und schnell verbessern.“

Zum Report  

Der Report „Next Generation – Startup-Neugründungen in Deutschland“ liefert ein kontinuierliches Monitoring eines der zentralen Erfolgsindikatoren des deutschen Startup-Ökosystems. Grundlage sind die von startupdetector erfassten Handelsregisterdaten zu Startup-Neugründungen in Deutschland, die seit 2019 systematisch ausgewertet werden.

Der vollständige Report steht hier zum Download bereit.

 

PM Startup-Verband

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