Was kommt danach?

Drei Spiele haben die Profis von Frisch Auf in dieser Spielzeit noch zu absolvieren und alle im Kader, einschließlich der Trainer sind wohl froh wenn diese aus ihrer Sicht endgültig den Geschichtsbüchern angehört. Schaut man auf die Gegner der letzten drei Partien, die da Kiel, Melsungen und Hannover heißen, glaubt der gemeine Fan nach dem bisherigen Saisonverlauf sicher nicht daran, hieraus noch etwas positives ziehen zu können. Bedeutet im Umkehrschluß, Frisch Auf beendet die Saison aller Wahrscheinlichkeit nach mit exakt demselben Punktekonto wie im vergangenden Jahr.

Dabei sollte doch alles besser werden, so war jedenfalls die Aussage für die Ziele der Spielzeit, geplant wurde mit einem einstelligen Tabellenplatz, da man ja befreit aufspielen kann weil die Doppelbelastung mit der European League nicht mehr gegeben war. Pustekuchen, spielerisch gesehen war es bis auf ganz wenige Ausnahmen eigentlich die komplette Saison mehr als schwach was einem die Schützlinge von Markus Baur boten. Der Coach ist für viele im Umfeld die Schwachstelle des Teams welches individuell über gute Einzelspieler verfügt, Baur aber es nie schaffte aus diesen Individualisten ein Team zu formen. Eine ebenfalls schwache Performance liefert der immer mehr in die Kritik kommende sportliche Leiter Christian Schöne ab. Zwei Jahre infolge eine Kaderplanung, welche bis auf Ausnahmen überhaupt nicht dem Team angepasst wurde und sich die Vermutung nach reinen Videoverpflichtungen mehr als verstärkte. Sollte Schöne auch in der kommenden Saison mit seinen Neuzugängen wieder komplett danebenliegen, wird es für ihn sehr schwierig werden das Amt des sportlichen Leiters weiter zu bekleiden. Die Hoffnung der ganzen Frisch Auf Familie liegt jetzt natürlich auf Ben Matschke, er soll der neue Heilsbringer unter dem Hohenstaufen sein und war natürlich auch in die Transferpolitik von vorne herein mit eingebunden. Ehrlich gesagt halte ich sehr viel vom neuen Coach, von dem ich hoffe und erwarte, dass er sich in dem bekannt sehr schwierigen Göppinger Umfeld durchsetzen kann. Mit Mitschke ist auch die Hoffnung auch bestimmte Strukturänderungen vor allem im Bereich der Nachwuchspolitik verbunden, denn der gebürtige Heilbronner ist bekannt dafür, gerne mit jungen Talenten zu arbeiten. Junge Talente gibt es bei den Göppingen jedes Jahr zuhauf, leider müssen sie aufgrund fehlender Perspektive den Verein nach ihrer Jugendzeit verlassen. Jedoch betonen die Verantwortlichen immer wieder diese jungen Akteure weiterhin im Auge zu behalten, was bisher warum auch immer nicht fruchtete. Nun habe ich mal in der Swiss Handball League recherchiert und bin bei Otmar St. Gallen gleich auf zwei Akteure aus der ehemaligen Kaderschmiede der Grün-weißen gestoßen, die Rede ist von David Knezevic und Joshua Braun. Beide spielen in St. Gallen auf den Königspositionen im rechten sowie im linken Rückraum sehr erfolgreich Knezevic ist gar mit 197 Toren der zweitbeste Schütze der Liga, während Braun mit 135 Treffern ebenfalls ein Topscoring aufzuweisen hat. Vielleicht lohnt sich mal ein Blick zumindest mit einem Auge in unser Nachbarland um zu errorieren, ob einer oder auch beide das Zeug zu einem BuliSpieler in Deutschland haben. Der Versuch wäre es auf alle Fälle wert und somit auch die Glaubwürdigkeit, die Talente immer im Blick zu haben.

 

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