AOK: Beschäftigte im Landkreis Göppingen öfter und länger krank

Die AOK erhebt seit Jahren Statistiken über die Krankenstände ihrer erwerbstätigen Mitglieder anhand eingegangener Krankschreibungen. Im Kreis Göppingen liegt der Krankenstand auf Bundes-, aber über Landesniveau. Die AOK erläuterte die Zahlen in einem Pressegespräch.

KrankenstandskennzahlenErfasst wurden nur rund 47.000 erwerbstätige AOK-Versicherte, die ihren Wohnsitz in Landkreis Göppingen haben. „Der gewerbliche Anteil an den Arbeitsplätzen liegt dabei im Kreis Göppingen höher als in anderen Kreisen“, erklärte der Geschäftsführer der AOK Neckar-Fils, Johannes Bauernfeind, den Umstand, dass die Zahlen im Kreis etwas schlechter ausfallen als im Landesdurchschnitt. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Zahlen im Kreis gleich geblieben. Im Land und im Bund sind sie leicht gestiegen.

Krankenstand im saisonalen VerlaufDen Höchststand erreichen die Krankschreibungen im Februar, dem Erkältungsmonat. Am niedrigsten sind sie im August. Eine Zunahme gibt es bei den psychischen Erkrankungen, weshalb hier die AOK mit Vorsorgeangeboten gegenzusteuern versucht.

 

 

 

Krankenstand nach Alter und GeschlechtDer Krankenstand steigt aber auch mit zunehmendem Alter an. Der Erhalt der Arbeitskraft im Alter ist denn auch für die Betriebe besonders wichtig, betont Timo Rebmann vom Betrieblichen Gesundheitsmanagement der AOK Neckar-Fils. „Der >Gesunde Mitarbeiter< hat sich zu einer Unternehmensstrategie entwickelt, mit dem Unternehmen auch um neue Mitarbeiter werben.

 

Krankenstand nach BranchenUnterschiede im Krankenstand gibt es natürlich auch hinsichtlich der Branchen. In den Bereichen Transport/Verkehr und im Gesundheits- und Sozialwesen sind sie besonders hoch.

Die kurzzeitigen Krankschreibungen bis 7 Tage beispielsweise wegen einer Erkältung stellen mit fast 70 Prozent der Krankschreibungen den größten Anteil. Die Langzeit-Arbeitsunfähigkeitsfälle stellen zwar mit 3,7 % nur einen geringen Anteil der Krankschreibungen, aber mit fast 40 Prozent den mit großem Abstand größten Anteil an den gesamten Fehltagen.

 

 

Arbeitsunfähigkeitsfälle und -tage nach Krankheitsarten-1Die vorgestellten Zahlen dienen der AOK dazu, die Präventationsmaßnahmen weiter zu verbessern und zu ergänzen. Hierbei geht man auf die Betriebe zu, um hier die Führungskräfte für eine bessere Gesundheitsvorsorge zu sensibilisieren, aber man weitet auch das eigene Angebot an Schulungen und Therapien aus. Vom Entwöhnungskurz für Rauchen über Kochkurse für eine bessere Ernährung bis zur Rückenschule wird ein breites Programm angeboten. Seit neuestem ergänzt durch den Kurs „Lebe balance“, der psychischen Erkrankungen entgegenwirken soll.

Über 40 Prozent der AOK-versicherten Arbeitnehmer im Kreis waren 2014 nicht einen Tag krankgeschrieben, diese Zahl zu erhöhen ist ein Ziel der Krankenkasse. Sie hofft hierbei auf die weitere Unterstützung der Betriebe, den jeder Krankheitstag verursacht nicht unerhebliche Kosten.

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