Der Bezirksverband Nordwürttemberg des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., der rund 3.000 Mitglieder zählt, führte am vergangenen Samstag im Bezirksrathaus Bad Cannstatt seinen ordentlichen Bezirksvertretertag durch. Dieser findet alle vier Jahre statt.
Neben den Rechenschaftsberichten der vergangenen vier Jahre standen die Wahlen der Delegierten sowie des Bezirksvorstandes auf der Tagesordnung. Zudem wurden verdiente Mitglieder für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement geehrt. Vor der Veranstaltung legte der Vorsitzende mit Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sitzung an dem Gedenkstein für die beim Novemberpogrom 1938 zerstörte Synagoge in Bad Cannstatt eine Blumenschale nieder. Bezirksvorsitzender Holzwarth las dabei ein Grußwort von Honorarprofessorin Barbara Traub, Vorstandssprecherin der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg, die aufgrund des Schabbats nicht persönlich anwesend sein konnte. In ihrem Grußwort dankte Traub dem Volksbund für seine Versöhnungs- und Gedenkarbeit.
Als Bezirksvorsitzender wurde Hartmut Holzwarth, Oberbürgermeister von Winnenden, in der am Vormittag stattgefundenen Wahl in seinem Amt bestätigt. In seiner Ansprache unterstrich Hartmut Holzwarth die ungebrochene Aktualität der Friedensarbeit des Volksbundes: ,,Erinnerung wachzuhalten und Versöhnung zu fördern – im Inland wie im Ausland-bleibt der wirksamste Schutz vor neuen Konflikten.“ Angesichts der anhaltend angespannten weltpolitischen Lage sei dieses Engagement heute wichtiger denn je, so der Vorsitzende.
Wiedergewählte und neu gewählte Vorstandsmitglieder:
Stellvertretender Vorsitzender: Ralf Nentwich, MdL, aus Murrhardt
Schatzmeister: Konrad Pflug, Abteilungsleiter a. D. bei der Landeszentrale für politische Bildung Stuttgart
Beisitzer: Marc Biadacz, MdB, aus Böblingen
Beisitzer: Alexander Fleig, Bürgermeister, aus Freudental
Beisitzer: Gabriele Reich-Gutjahr, MdL a. D., aus Stuttgart
Beisitzer: Johann Singer, BM a. D., aus Steinenbronn
Beisitzer: Gertrud Bühler, Leiterin Abteilung 2 im Regierungspräsidium Stuttgart
Neu im Vorstand: Pfr. Matthias Vosseler, Pfarrer der Stiftskirche Stuttgart und Bernd Schaefer, Bürgermeister von Mühlhausen im Täle sowie Kreisbeauftragter für den Landkreis Göppingen.
Vosseler konnte wegen anderer Termine nicht persönlich vor Ort sein.
Ehrungen für ehrenamtliches Engagement:
Holzwarth dankte den anwesenden Ehrenamtlichen für ihr Engagement und überreichte folgende Auszeichnungen an einzelne Engagierte für ihren besonderen Einsatz: Johann Singer erhielt die Goldene Ehrennadel; Karl-Heinz Schneider und Manfred Stange erhielten die Silberne Ehrennadel; Volker Grab und Bernd Schaefer erhielten die Bronzene Ehrennadel; Klaus-Dieter Kirschner erhielt eine Gedenkmünze.
Gäste und Grußworte
Als Gäste folgten der Einladung des Bezirksverbandes: Bernd-Marcel Löffler, Bezirksvorsteher des Bezirksamtes Bad Cannstatt und Hans-Jürgen Blümlein, Mitglied im Landesvorstand und Kontaktperson zum Verband der Reservisten Baden-Württemberg. Löffler richtete ein Grußwort an die Versammlung und unterstrichen die Bedeutung der Arbeit des Volksbundes für die Gesellschaft.
Die Veranstaltung endete mit dem Dank und der Bitte an die Anwesenden, die Erinnerungs- und Friedensarbeit des Volksbundes auch in Zukunft aktiv zu unterstützen.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ist eine humanitäre und gemeinnützige Organisation, die im Auftrag der Bundesregierung die Gräber deutscher Kriegstoter im Ausland erfasst, erhält und pflegt. Diese Kriegsgräberstätten sind nicht nur Orte des individuellen Gedenkens, sondern auch Mahnmale für Frieden und Versöhnung.
Als Friedensorganisation erinnert der Volksbund an die Folgen von Krieg und Gewalt – eine Aufgabe, die gerade in der heutigen Zeit von besonderer Bedeutung ist.
Ein zentraler Bestandteil der Arbeit des Volksbundes ist die Jugend- und Bildungsarbeit. In internationalen Workcamps, schulischen Projekten und Bildungsangeboten setzen sich junge Menschen aktiv mit Geschichte, Erinnerungskultur und Friedensfragen auseinander. Dabei entstehen Räume für Begegnung, Austausch und Verständigung über Grenzen hinweg – ein wichtiger Beitrag zur Förderung eines verantwortungsvollen und friedensorientierten Miteinanders.
Obwohl der Volksbund im staatlichen Auftrag handelt, finanziert er seine Arbeit überwiegend durch Spenden und freiwillige Zuwendungen.
In eigener Sache: Um die Verwechslung mit dem VdK Sozialverband (oft als „VdK“ abgekürzt) zu vermeiden, bitte ich die
PM Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.