DRK-Rettungsdienst: Leichte Zunahme der Einsätze

Der 11. Februar ist in Europa der Tag des Notrufs. Dessen Zahlen waren auch im vergangenen Jahr leicht angestiegen.

Eine leichte Zunahme bei den Einsätzen von Rettungswagen – die verzeichnet Andreas Bachmann. „Die Zahl der Notarzteinsätze ist dagegen etwas rückläufig.“ Der Leiter des Rettungsdienstes des DRK-Kreisverbandes zieht am europäischen Tag des Notrufs, dem 11. Februar, Bilanz für das vergangene Jahr und hat eine Erklärung für die Veränderungen: „Durch die sogenannte Vorabdelegation haben Notfallsanitäter*innen mehr Kompetenzen erhalten. In entsprechenden und exakt beschriebenen Notfällen muss also nicht mehr automatisch ein Mediziner mit vor Ort sein.“ Im vergangenen Jahr waren Rettungswagen durchschnittlich 37-mal täglich über die Integrierte Leitstelle alarmiert worden, Notärzt*innen waren im Schnitt 17-mal am Tag im Einsatz (siehe Kasten).

Im Rahmen der Vorabdelegation, also der Kompetenzerweiterung für die umfassend aus- und weitergebildeten Notfallsanitäter*innen hat es 2025 eine weitere Veränderung gegeben. „Unsere Mitarbeitenden dürfen Schmerzmittel eigenständig verabreichen.“ Das konnten sie bislang in genau definierten Situationen zwar auch, es blieb jedoch eine gewisse Rechtsunsicherheit. „Jetzt sind wir durch das Gesetz abgedeckt und voll handlungsfähig.“ Im Rückblick auf das vergangene Jahr stellt Andreas Bachmann fest: „Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht.“

Eine weitere Verbesserung in der Versorgung von Notfallpatient*innen ergab sich durch die „strukturierte Notrufabfrage“ durch die Mitarbeitenden der Integrierten Leitstelle, bei der alle Notrufe aus dem Landkreis eingehen und zentral bearbeitet werden. „Das System unterstützt den Disponenten.“ Es solle dazu beitragen, dass „bestimmte Notfälle schneller erkannt werden.“ Zudem schaffe es Rechtssicherheit. Auch wenn es Standards gebe, sei „die Erfahrung und das Wissen der Disponent*innen weiterhin ein wichtiger Faktor.“ Der Bereichsausschuss für das Rettungswesen hatte sich im vergangenen Frühjahr für die Einführung des Systems entschieden. Nach entsprechenden Schulungen und der Schaffung der technischen Voraussetzungen war es Ende des Jahres eingeführt worden. „Die ersten Erfahrungen sind durchweg positiv“, freut sich Andreas Bachmann.

Info:

Einsätze 2025:

Notfallrettung: 13.858 (2024: 13.225)

Notarzt-Einsätze: 6.406 (2024: 7.090)

Krankentransporte: 15.398 (2024: 14.692)

Gesamt-Einsätze: 35.706 (2024: 35.063)

 

PM DRK Kreisverband Göppingen

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