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Impfberatung in den fünften Klassen im Landkreis Göppingen

Die Sozialmedizinischen Assistentinnen des Gesundheitsamts werden nach den Pfingstferien die Impfbücher aller Fünftklässler in den Schulen des Landkreises Göppingen durchsehen. Die Eltern bzw. Sorgeberechtigten erhalten im Anschluss sowohl eine schriftliche Impfberatung als auch ein anonymisiertes Rückantwortschreiben für die niedergelassene Ärztin bzw. den niedergelassenen Arzt, bei dem die Kinder in Behandlung sind. Ziel der Impfberatung ist es, auf vorhandene Impflücken hinzuweisen. Hierdurch konnten 2016 191 Impfungen nachgeholt werden, was acht Prozent entspricht. Bei weiteren 206 Fünftklässlern (neun Prozent) waren nach dem Arztbesuch zumindest weitere Impfungen geplant.

Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Der Rückgang der Säuglingssterblichkeit, die Zunahme der Lebenserwartung und die Verminderung vieler übertragbarer Krankheiten sind größtenteils auf die Schutzimpfungen zurückzuführen. Die Kosten für alle von der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut Berlin (STIKO) empfohlenen Impfungen werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen. Von den Impfungen profitieren nicht nur geimpfte Kinder. Die Impfung schützt auch andere, zum Beispiel Säuglinge und chronisch Kranke, welche nicht geimpft werden können. So können bei genügend hoher Beteiligung Krankheitsausbrüche vermieden werden.

Moderne Impfstoffe schützen vor schweren Erkrankungen wie zum Beispiel Tetanus, Diphterie, Kinderlähmung, Hepatitis und Masern. Was vielen nicht bekannt ist: Beim Ausbruch einer Masernerkrankung bekommen Geschwisterkinder, Klassenkameraden und Freunde ohne ausreichenden Masernschutz ein Kindergarten- oder Schulverbot. Dies kann sogar zum Ausschluss von Prüfungen und Schullandheimbesuch führen. Auch allen nach 1970 geborenen Erwachsenen empfiehlt die STIKO eine Masernimpfung, wenn keine oder nur eine Masernimpfung in der Kindheit vorgenommen wurde. Zu bedenken ist auch, dass viele Kinder und Jugendliche durch Klassenfahrten, Schüleraustausch oder Urlaubsreisen in Länder kommen, in denen gefährliche Infektionskrankheiten noch häufiger auftreten.

Wegen hoher Fallzahlen in Baden-Württemberg hat auch die Impfung gegen FSME (Frühsommer-Meningoencephalitis), die durch einen Zeckenbiss übertragen wird, besondere Bedeutung. Außerdem wird allen Erwachsenen eine Auffrischungsimpfung gegen Keuchhusten (Pertussis) empfohlen. Mädchen und junge Frauen sollten sich im Alter von 9 bis 17 Jahren gegen Humane Papillomviren (HPV), die später Gebärmutterhalskrebs verursachen können, impfen lassen.

PM

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