«

»

Beitrag drucken

Betroffenen Bäuerinnen und Bauern muss geholfen werden

Zum heutigen Bund-Länder-Treffen zur Dürre erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Den Bäuerinnen und Bauern muss geholfen werden. Es ist das zweite Jahr in Folge mit Wetterextremen, die die Betriebe existenzbedrohend treffen. Die Landwirte müssen sofort Liquiditätshilfen zur Überbrückung dieser katastrophalen Situation erhalten. Die Ertragsausfälle sind für viele Betriebe erheblich und fast überall sind gleichzeitig die Futtergrundlagen gefährdet. Hier sind besonders die rindviehhaltenden Betriebe betroffen, die schon jetzt auf ihr Winterfutter zurückgreifen müssen, weil ihre Weiden trocken und braun sind.

Doch die Situation muss endlich wachrütteln! Akute Hilfe kann die Landwirtschaft nicht aus der Krise befreien, in die sie sich gebracht hat.

Es muss endlich zu einem Umdenken kommen und zwar schnell, denn wir müssen handeln. Wir fordern daher einen Klimaaktionsplan für die Landwirtschaft, in den alle integriert werden.

Die Bäuerinnen und Bauern müssen sich der Herausforderung stellen und zukunftsorientiert handeln. Die Anbausysteme müssen angepasst werden, der Ackerbau muss entsprechend umgedacht werden, weg von den Monokulturen und den Ackergiften. Doch auch der Tierbestand muss dramatisch reduziert werden. Die Massenproduktion von Fleisch geht auf Kosten von Tieren, Umwelt, Klima und Gesellschaft. Es bedarf jetzt einer schnellen Zusammenarbeit mit Politik, Wissenschaft, Forschung und Saatzucht. Wir benötigen eine umfassende Strategie, um den Problemen unserer Zeit gerecht zu werden. Auch Europa kann dabei helfen. Die europäischen Agrargelder müssen gezielt eingesetzt werden und unsere Lebensgrundlagen und eine vielfältige Agrarstruktur schützen!

Ein „Weiter so“ macht keinen Sinn! In der bäuerlich ökologischen Landwirtschaft liegt die Zukunft. Es bedarf endlich ein politisches Umsteuern hin zu einer umweltgerechten Landwirtschaft.

PM BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://filstalexpress.de/politik/76004/

Kommentar verfassen