Region: bessere digitale Schulbildung

Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, stellte heute den „DigitalPakt#D“ für bessere digitale Bildung in Deutschland vor.

Alle Schulen in Deutschland sollen bis 2021 mit Computern und WLAN ausgestattet werden. Dabei geht es jedoch nicht nur um die technische Ausstattung: „Zu guter Bildung im 21. Jahrhundert gehören IT-Kenntnisse und der souveräne Umgang mit der Technik und den Risiken digitaler Kommunikation ebenso wie das Lernen mittels der vielen neuen Möglichkeiten digitaler Medien“, so Bundesministerin Wanka in einer aktuellen Pressemeldung. „Zentral für den Erfolg digitaler Bildung ist die Pädagogik – digitale Technik muss guter Bildung dienen, nicht umgekehrt“, sagte Wanka weiter.

Wie digitale Bildung in die Tat umgesetzt werden kann, dazu trägt die europaweit führende Konferenz für digitale Aus- und Weiterbildung, die OEB, bei. Neben WLAN und Computern gehört dazu auch der Erwerb digitaler Fähigkeiten, um den richtigen Zugang zum technologiebasierten Lernen zu erfahren. Teil dessen ist beispielsweise das Coding, also das Schreiben von Programmen und Apps. Folgerichtig machen sich viele Bildungsexperten dafür stark, das Programmieren als Kulturtechnik neben dem Lesen, Schreiben und Rechnen zu etablieren und es nicht den Spezialisten zu überlassen. Auf der OEB leitet Diana Knodel das Tech Lab „App development in the classroom“. Er richtet sich an Lehrer der Sekundarstufen I und II sowie an Schulleiter, die Arbeitsgemeinschaften zum Programmieren anbieten wollen.

 Lehrer, aber auch Entscheidungsträger, können auf der OEB im internationalen Austausch mehr erfahren zum Thema „Digitale Fähigkeiten für arbeitslose Jugendliche“. Während der Diskussionsrunde stellen Vertreter aus Frankreich, Griechenland, Großbritannien und Belgien Konzepte vor, die dabei helfen Jugendlichen diese Fähigkeiten näher zu bringen und sie damit auch auf den zukünftigen Arbeitsmarkt vorzubereiten.

 In der Diskussionsrunde zum Thema „Die Zukunft des Lehrers: Über die Notwendigkeit digitale Fähigkeiten zu lehren“ werden die besten Lehrmethoden erörtert, aber auch erfahren, welche Tools und Mittel derzeit zur Verfügung stehen und beide, Lehrer sowie Schüler, in der Zukunft erwarten. Dabei haben Teilnehmer die Möglichkeit auch direkt mit Schülern ins Gespräch zu kommen.

 Der Plan für den Digital-Pakt zwischen Bund und Ländern sieht vor, dass Lehrer für die Zukunft ausgebildet, Konzepte für den Unterricht entwickelt und gemeinsame technische Standards umgesetzt werden. Die OEB bietet die Möglichkeit von Praktikern zu erfahren, was jetzt schon funktionert.

 Die internationale Konferenz findet vom 30. November bis zum 2. Dezember 2016 in Berlin statt und befasst sich mit verschiedenen branchenspezifischen Themengebieten. Die Business Educa betrachtet die Entwicklungen auf den globalen Märkten und ihre Auswirkungen auf den Arbeitsplatz und die Ausbildungsanforderungen. Bei der Video Educa wird die rasant wachsende Nutzung von Video und anderen Kommunikationsformen reflektiert, und die Future Educa diskutiert kommende Technologien und ihre Effekte.

PM

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