Fachtagung „Freiflächen-Photovoltaik“ im Regierungspräsidium Stuttgart – Erfolgreicher Austausch über die Zukunft der Solarenergie in Baden-Württemberg

Bei einer Fachtagung im Regierungspräsidium Stuttgart standen am 25. Februar 2026 die Themen Freiflächen-Photovoltaik und Agri-Photovoltaik im Vordergrund. Über 100 Beteiligte aus Verwaltung, Ministerien, Regionalverbänden, Wissenschaft und Praxis diskutierten über den naturschutzfachlichen und rechtlichen Rahmen sowie über aktuelle Entwicklungen.

Auf große Resonanz stieß am Mittwoch, 25. Februar 2026, die Fachtagung „Freiflächen-Photovoltaik“, kurz FFPV, im Regierungspräsidium Stuttgart. Eingeladen hatte die Stabsstelle Energiewende, Windenergie und Klimaschutz (StEWK) des Regierungspräsidiums Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Bereich Erneuerbare BW der Klimaschutz und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW). Ziel war es, eine Plattform für Wissenstransfer, Vernetzung und praxisnahe Diskussion zu bieten.

Zentrale Bausteine der Energiewende

In ihrer Eröffnungsrede betonte Gertrud Bühler, Leiterin der Abteilung „Wirtschaft und Infrastruktur“ im Regierungspräsidium Stuttgart: „Freiflächen-Photovoltaik und Agri-PV sind zentrale Bausteine der Energiewende. Es ist wichtig, dass unterschiedliche Interessensvertretungen gemeinsam an einem Strang ziehen, dass wir die Perspektiven aus der Energieerzeugung, aus der Landwirtschaft und aus dem Naturschutz kennen und übereinander bringen. Wenn das gelingt, sind wir einen guten Schritt weiter, unsere Klimaziele zu erreichen.“

Einen Überblick über aktuelle Themen der Energiewirtschaft gab das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Im Fokus standen regulatorische Entwicklungen und der dynamische Ausbau der Solarenergie. Über Aktivitäten der Servicestelle Photovoltaik referierte die Klimaschutz und Energieagentur Baden-Württemberg. Dabei stellte sie verschiedene Angebote vor, die Kommunen und Projektträger bei der Umsetzung von Photovoltaikprojekten unterstützen sollen.

Das Regierungspräsidium selbst informierte als Höhere Raumordnungsbehörde über die Verfahrensfreistellung von Freiflächen-Solaranlagen. Aufgegriffen wurden aktuelle Herausforderungen bei der Realisierung von Anlagen und entsprechende rechtliche Verfahrensvereinfachungen. Der Regionalverband Heilbronn-Franken ging auf die Teilfortschreibung Solarenergie ein und erläuterte den planerischen Umgang mit FFPV auf regionalplanerischer Ebene.

Konstruktiver Austausch

Gelegenheit zur vertiefenden Fachdiskussion boten zwei Panels am Nachmittag. Im Panel „FFPV und Naturschutz“ ging es um das Schutzgut Landschaftsbild und Aspekte einer naturverträglichen Gestaltung von Solarparks, im Panel „Agri-PV“ um innovative Konzepte zur Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Agri-PV präsentierte das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE). Die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg berichtete über Praxiserfahrungen mit einer Agri-PV Beerenanlage. Ergänzend dazu stellte das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg Nutzungskonzepte und Potenziale von Agri-PV für landwirtschaftliche Betriebe vor.

Die Fachtagung verdeutlichte einmal mehr, dass tragfähige Lösungen für den weiteren Ausbau der Solarenergie im Land möglich sind – im konstruktiven Austausch zwischen Energieerzeugung, Landwirtschaft, Raumordnung und Naturschutz.

Hintergrundinformationen:

Die Stabsstelle „Energiewende, Klimaschutz und Windenergie“ (StEWK), ist eine zentrale Maßnahme der Task Force „Erneuerbare Energien“ des Landes. Die StEWK nahm am 1. März 2022 ihre Arbeit auf. Direkt bei Regierungspräsidentin Susanne Bay angesiedelt, unterstützt sie die unteren Verwaltungsbehörden aktiv bei der Umsetzung der Energiewende. Zudem übernimmt sie weiterhin die Aufgaben des früheren Kompetenzzentrums Energie, das seit 2012 beim Regierungspräsidium Stuttgart bestand, darunter auch die Erstellung von Stellungnahmen nach dem Klimaschutzgesetz.

Der Bereich Erneuerbare BW ist Teil der Landesenergieagentur KEA-BW, die sich für den Ausbau der erneuerbaren Energien einsetzt. Die KEA-BW ist eine unabhängige Dienstleisterin und Vordenkerin rund um Klimaschutz, Energieeinsparung und erneuerbare Energien – vom Land fürs Land. Die Erneuerbare BW sieht sich als zentrale Anlaufstelle und unterstützt Akteure auf kommunaler Ebene beim Ausbau der erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg.

PM Regierungspräsidium Stuttgart

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://filstalexpress.de/politik/203179/fachtagung-freiflaechen-photovoltaik-im-regierungspraesidium-stuttgart-erfolgreicher-austausch-ueber-die-zukunft-der-solarenergie-in-baden-wuerttemberg/

Schreibe einen Kommentar