ver.di unterstützt Proteste gegen Triell

ver.di Baden-Württemberg unterstützt die Proteste gegen das vom SWR für morgen Abend angesetzte Triell. Die Gewerkschaft steht hinter ihren Mitgliedern im Sender, die sich gegen dieses Format positioniert haben und an der Demonstration teilnehmen wollen.

Maike Schollenberger, ver.di Landesbezirksleiterin: „Der SWR bietet dem größten Feind des öffentlich-rechtlichen Rundfunks die größtmögliche Bühne. Die Begründung, er sei aufgrund der abgestuften Chancengleichheit dazu verpflichtet, überzeugt nicht. Es gibt in diesem Landtagswahlkampf faktisch kein Triell um das Amt des Ministerpräsidenten. Der SWR inszeniert künstlich einen Dreikampf. Ohne jede Not wird so zur Normalisierung einer immer rechtsextremeren Partei beigetragen, die den SWR laut ihrem Wahlprogramm um 90 Prozent reduzieren will. Fast 5.000 Beschäftigte im Sender sollen also laut AfD ihren Arbeitsplatz verlieren, aber die Kolleginnen und Kollegen werden von ihrem Arbeitgeber vor einer privaten Teilnahme an der morgigen Kundgebung gewarnt. Wir erwarten von der Senderspitze, dass sie noch vor dem Triell unmissverständlich klarstellt, dass es das Recht der Beschäftigten ist, zu demonstrieren. Es kann nicht sein, dass Beschäftigte im SWR für die gleiche kritische Haltung zum Triell, die der Rundfunkrat bereits im letzten Jahr mit großer Mehrheit geäußert hatte, Konsequenzen befürchten müssen.“

Ein Triell war kein Muss für den SWR, es ist eine Entscheidung der Senderspitze. Möglich wäre auch ein anderes journalistisches Format oder nur eine Runde der Spitzenkandidat:innen aller Parteien gewesen, die die Umfragen in der Lage sehen, die fünf Prozent-Hürde zu überspringen.

Die Gegendemonstration zum Triell findet am 24. Februar 2026 um 19:30 Uhr vor der Phoenixhalle im Römerkastell, Naststraße Stuttgart Bad Cannstatt, statt.

PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://filstalexpress.de/politik/202948/ver-di-unterstuetzt-proteste-gegen-triell/

Schreibe einen Kommentar