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MdL Peter Hofelich im Gespräch mit dem Handwerk: „Die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung sollte sich auch finanziell spiegeln“

„Die berufliche Bildung ist der zentrale Ansatzpunkt, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Das Handwerk ermöglicht einen passgenauen Zugang zu Ausbildung und Beschäftigung“, betonte Kreishandwerksmeister Jürgen Schmid von der Kreishandwerkerschaft Göppingen vor kurzem im Gespräch mit dem Göppinger Abgeordneten Peter Hofelich (SPD). Hofelich machte in diesem Zusammenhang deutlich, es sei ihm und der SPD ein Anliegen, „dass berufliche und akademische Ausbildungen nicht nur als gleichwertig gewürdigt werden, sondern auch finanziell gleichgestellt werden – zum Beispiel durch eine ‚Meister-Prämie‘ und weitere Vorteile. Das habe die SPD im Landtag erst jüngst befürwortet.“ So könnte die duale Ausbildung auch finanziell noch attraktiver werden.

Kreishandwerksmeister Jürgen Schmid und Geschäftsführer Alexander Gonzalez zeigten sich zum Stand der beruflichen Ausbildung im Landkreis gleichermaßen zufrieden wie besorgt: Zufrieden, weil die Zahl der Azubis ansteige – und besorgt, weil das Leistungsniveau abnehme. Bei Letzterem gehe es nicht nur um zugewanderte Jugendliche, bei denen besonders die sprachliche Förderung der Schlüssel für gelingende Integration sei. „Dort sehen wir sogar oft überdurchschnittlichen Einsatz“, so die Handwerks-Vertreter. Sorgen machen müsse man sich dagegen um das allgemeine Leitungsverhalten mancher jungen Auszubildender, die mitunter kaum ausbildungsfähig seien – dabei gehe es auch um Tugenden wie Verlässlichkeit und Einsatzwillen.

Der Abgeordnete Peter Hofelich sprach in diesem Zusammenhang Klartext: „Wir können als Landespolitik noch so viel Geld in gute Bildung stecken. Es wäre am Ende ein Sieb, wenn die Erziehung gegenläufig noch schneller nachlässt. Schmid und Hofelich waren sich deshalb auch einig, dass digitale Medien nicht die gekonnte Praxis der Grundrechenarten und der Rechtschreibung ersetzen dürften. Ursprünglicher Anlass des Gedankenaustausches waren die Fahrverbote in Stuttgart, welche die Dienstleistungen des Handwerks massiv beeinträchtigen würden und die die SPD ablehnt. Das Handwerk sei befriedigt, dass nun für die seit Januar geltenden Fahrverbote bis Diesel-Euro-4 jene Handwerker, welche die Landeshauptstadt von außen versorgen, unbürokratisch ausgenommen sind.

Kreishandwerksmeister Jürgen Schmid wies zudem darauf hin, dass die lange Zeit unübersichtliche Situation manche Betriebe dazu bringe, sich auf Aufträge außerhalb des Kerns der Region zu konzentrieren. Erster Schaden sei bereits entstanden. Peter Hofelich richtete den Blick nach vorn: „Der grüne Regierungsteil war innerlich bereit, auch Diesel-Euro 5-Fahrverbote einzuführen. Das ist jetzt glücklicherweise gestoppt und durch Maßnahmen von besserem ÖPNV bis hin zu mehr Park-and-Ride-Plätzen ersetzt. Auch in Zukunft werden so noch umfassendere Fahrverbote vermeidbar sein.“ Deshalb brauche man nun ein ‚Moratorium‘, damit die Verbesserungen wirken könnten – ohne voreilige neue Verbotsdiskussionen. Schließlich habe eine Politik der Fahrverbote keine Zukunft, zeigten sich die Vertreter der Kreishandwerkerschaft und der Göppinger Abgeordnete überzeugt.

 

PM Büro Peter Hofelich MdL

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