95,8 % für Hermann Färber

Die CDU nominierte auf einer Wahlkreismitgliederversammlung Hermann Färber wieder zum Kandidaten für die Bundestagswahl 2017

Faerber Wahl OttenbachWenige Monate nach der Landtagswahl stellte die CDU im Kreis Göppingen die Weichen für die Bundestagswahl im Herbst 2017. Am 8. Juli 2016 nominierten die Christdemokraten im Kreis ihren Bundestagskandidaten. „Unser Ziel ist klar: Wir wollen das Direktmandat für die CDU im Kreis Göppingen verteidigen“, betont die Göppinger Kreisvorsitzende Nicole Razavi MdL in ihrer Eröffnungsrede. Sieerinnerte auch an die turbulenten Zeiten, die die CDU zurzeit durchlebt: Erstmals eine Wahl im Land verloren, Juniorpartner der Grünen, AfD über 17 Prozent im Wahlkreis Göppingen und die dunklen Wolken, die sich über die EU zusammenbrauen. „Wir müssen unseren Überzeugungen treu bleiben, aber auch neue Lösungen finden“, ermahnte sie ihre Mitglieder.

Als einziger Kandidat bewarb sich der bisherige Bundestagsabgeordnete Hermann Färber wieder um eine Wiederwahl. Vor vier Jahren trat er noch in einer Kampfkandidatur gegen den seinerzeitigen Bundestagsabgeordneten Klaus Riegert an und gewann nach einer fulminanten Vorstellungsrede.

Bei der letzten Bundestagswahl 2013 stimmten dann über 49% der Wähler im Kreis Göppingen für Färber. Seither  vertritt Hermann Färber als direkt gewählter Abgeordneter den Kreis Göppingen in Berlin. Der 53-jährige, fünffache Familienvater konnte sich bei der 20-minütigen Vorstellung in der Ottenbacher Gemeindehalle vor 145 stimmberechtigten Mitgliedern auf die Vorstellung seiner geleisteten Arbeit beschränken. Immer hat er dabei die Interessen der Bürger aus dem Landkreis Göppingen vertreten und dabei auch schon nie die Konfrontation mit seiner eigenen Fraktion gescheut.

Kein gutes Haar ließ er den anderen Parteien: die Linken haben unerfüllbare Forderungen, die Grünen sind im Bund viel weiter links als im Land, die SPD ist unser Koalitionspartner, „das muss man sagen, weil es sonst keiner merken würde“ und die AfD ist eben keine Alternative, wie man in Baden-Württemberg sieht.

Färber verwies auf die höchste Rentenerhöhung, die Deutschland je hatte, die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit, keine Neuverschuldung im Bundeshaushalt und eine hohe Lebensqualität (92 % sind sehr zufrieden oder zufrieden, hat eine Umfrage ergeben). Als seine Erfolge verbuchte er die Breitbandversorgung im Landkreis und den Weiterbau der B10.

In einer kurzen Fragerunde kam aber auch Kritik an der Politik der Bundesregierung auf. Nicht jedes CDU-Mitglied ist mit dem militärischen Engagement der Bundeswehr an der europäischen Ostgrenze einverstanden genauso wie mit den Verhandlungen zum TTIP-Abkommen. Färber verteidigte beides jedoch nachhaltig.

Die Abstimmung war dann in diesem Jahr reine Formsache. 137 Mitglieder stimmten für Färber, sechs gegen ihn, einer enthielt sich und ein Mitglied gab seine Stimme nicht ab.

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