Kaum Veränderungen beim Wahlergebnis – Kreiswahlausschuss tagte in Göppingen

Kreiswahlausschuss stellt endgültiges Wahlergebnis der Landtagswahl in den Wahlkreisen 10 Göppingen und 11 Geislingen fest Gegenüber dem vorläufigen Ergebnis gibt es nur marginale Veränderungen    

Beispiel_ungültige StimmzettelDer Kreiswahlausschuss hat heute die endgültigen Ergebnisse der Landtagswahl am 13. März 2016 in den Wahlkreisen 10 Göppingen und 11 Geislingen festgestellt. Im Vergleich zum vorläufigen Ergebnis ergaben sich vor allem wahlstatistische Veränderungen, die sich nicht auf die jeweiligen Stimmergebnisse ausgewirkt haben.

In seiner letzten Amtshandlung fasste der Abteilungsleiter Organisation und Wahlen des Hauptamtes und bisherige „Wahltausendsassa“, wie es Landrat Edgar Wolff formulierte, Manfred Gottwald, die Ergebnisse der Vorabkontrolle der Wahlergebnisse aus den Städten und Gemeinden der Wahlkreise 10, Göppingen, und 11, Geislingen, zusammen.

Dass die Wahlvorstände in den insgesamt 265 Wahlbezirken hervorragende Arbeit geleistet haben, zeigt alleine schon die Tatsache, dass lediglich in fünf Fällen die Entscheidung des Wahlvorstandes korrigiert werden musste. Von den insgesamt 129.675 abgegebenen Stimmzetteln waren lediglich 1.434 ungültige Stimmabgaben zu verzeichnen. Von diesen waren die meisten bewusst ungültig gemacht worden, denn man hatte bei dieser Landtagswahl nur eine Stimme abzugeben, um Fehler unbewusst zu machen, war die Wahl zu einfach. Wichtig ist, dass die Stimmangabe eindeutig ist, so Gottwald, egal ob mit einem Kreuz, wie gewünscht, oder mit einem Kringel, Strich oder sonstigen Zeichnungen. Sie alle sind gültig. Genauso wie Stimmzettel, in denen ein Kreuz eindeutig durchgestrichen und ein anderes Kreuz eindeutig ist. Hier hat sich der Wähler nur kurzfristig anders entschieden. Bei den absichtlich ungültig gemachten Stimmzetteln gibt es zahlreiche Verzierungen, Kommentare oder auch Beleidigungen. Ein Wähler wollte sogar lieber den lieben Gott als Kandidaten (siehe Foto).

Insgesamt mussten über 6.500 Ergebnisse der Auszählungen in den Wahllokalen kontrolliert werden. Auch hier gab es nur marginale Abweichungen, die Vorrangig die Statistik, wie Wahlbeteiligung, betrafen.

Der Kreiswahlausschuss traf seine Entscheidung zum Wahlergebnis einstimmig. Änderungen im prozentualen gab es im Vergleich zum veröffentlichten Ergebnis am Wahlabend nicht.

Weiter im Aufwind befindet sich die Briefwahl. Im Wahlkreis 10 Göppingen stieg der Anteil der Briefwähler gegenüber der letzten Landtagswahl von 14,3 % auf 18,73 %. Im Wahlkreis 11 Geislingen war der Anstieg noch stärker. 2011 waren es noch 15 %, bei der jetzigen Landtagswahl betrug der Anteil beachtliche 21,22 %.

Die fleißigsten Wähler kamen in diesem Jahr aus Adelberg. Dort betrug die Wahlbeteiligung satte 81 %. Knapp dahinter lagen Zell unter Aichelberg mit 80,15 % und Schlat mit 79,73 %. Schlusslicht bei der Wahlbeteiligung ist Göppingen mit 64,19 %. Eislingen mit 65,09 % und Geislingen an der Steige mit 65,47 % lagen nur knapp davor.

Die Auszählung am Wahlabend lief weitestgehend reibungslos. Aus Drackenstein wurde das erste Ergebnis bereits um 18.11 Uhr ins Landratsamt gemeldet. Um 19.33 Uhr konnte Kreiswahlleiter Edgar Wolff das vorläufige Wahlergebnis im Wahlkreis 10 Göppingen als 7. von 70 Wahlkreisen in Baden-Württemberg an die Landeswahlleitung melden. Durch eine Verzögerung bei der Stadt Geislingen an der Steige konnte das vorläufige Wahlergebnis im Wahlkreis 11 Geislingen erst um 20.18 Uhr als 51. Wahlkreis gemeldet werden.

Keine Beeinträchtigung der Wahl gab es durch die „Wahlbeobachter“ der AfD, die zum Teil sogar überrascht waren, wie genau und korrekt die Wahlen abgelaufen sind – für Gottwald keine Überraschung.

Landrat Wolff bedanke sich noch einmal bei allen über 2.000 Wahlhelfern und bei den Kommunen für die Hilfe bei der Wahlvorbereitung und der Wahldurchführung.

Die Bundestagswahl wird im nächsten Jahr erstmals von Jasmin Buresch organisatorisch verantwortet. Die bisherige Mitarbeiterin von Gottwald übernimmt dieses Amt, nachdem sie sich in einer Stellenausschreibung durchgesetzt hatte.

 

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