Im Rahmen eines Study Visits vom 30.03. bis 02.04.2026 begrüßte Susanne Lehmann, Mitarbeiterin im städtischen Kinder- und Jugendbüro, fünf Fachkräfte aus dem finnischen Pargas zu einem intensiven Austausch über die soziale Jugendarbeit in beiden Kommunen. Das Projekt wurde kofinanziert von Erasmus+.
Teilgenommen haben Fachkräfte der offenen und mobilen Jugendarbeit sowie der Schulsozialarbeit vor Ort und Kolleginnen aus Finnland. Gemeinsam beleuchteten sie Strukturen, Arbeitsweisen und Herausforderungen in beiden Ländern. Im Fokus standen aktuelle Themen aus den genannten Arbeitsfeldern und die Bedeutung verlässlicher Netzwerke zwischen Schulen, Jugendhilfe und weiteren Akteurinnen und Akteuren der Jugendarbeit. Mit interessanten Methoden und vertiefenden Gesprächen wurden Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgearbeitet und reflektiert.
Besonders intensiv war der Vergleich der praktischen Arbeit: „Anhand konkreter Beispiele diskutierten die Teilnehmenden ihre Herangehensweisen und stellten fest, dass viele methodischen Ansätze, etwa Beziehungsarbeit, niedrigschwellige Zugänge und Partizipation, länderübergreifend ähnlich sind“, sagt Susanne Lehmann. Diese Erkenntnisse eröffnen gute Möglichkeiten, voneinander zu lernen und bewährte Methoden weiter zu entwickeln. Vor allem das sehr herausfordernde Thema der Einsamkeit unter jungen Menschen in unserer Gesellschaft war der zentrale Arbeitsschwerpunkt. Die Fachkräfte berichteten übereinstimmend von wachsender sozialer Isolation trotz digitaler Vernetzung und betonten die Bedeutung stabiler Beziehungen und sozialer Begegnungsräume. Ein besonderes Highlight war die Beteiligung der AJE – Aktion Junges Eislingen, die eine sehr lebendige Stadtführung gestaltete und dabei Daten und Fakten zur Stadtgeschichte anschaulich vermittelte. Neben einigen Schulen und dem Sauerbrunnen war vor allem auch der Besuch im Rathaus ein besonderer Programmpunkt. Die große Gruppe der finnischen Gäste, Sozialarbeitenden aus Eislingen und der AJE wurde von Fachbereichsleiter Oliver Marzian mit großem Interesse empfangen und mit dem Satz „nächstes Mal bin ich in Finnland dabei“ unterstrichen. Der Study Visit verdeutliche eindrucksvoll das Potential aktiver Jugendbeteiligung einerseits und gleichzeitig wie gewinnbringend internationaler Austausch für die Weiterentwicklung sozialer Arbeit ist. Außerdem wird dadurch die europäische Zusammenarbeit in diesem wichtigen Handlungsfeld gestärkt. Weitere Kooperationen sind ausdrücklich erwünscht und auch schon in Planung.
Foto (Bildquelle: Stadt Eislingen): Mit auf dem Programm stand die Stippvisite in der Silcherschule
PM Stadtverwaltung Eislingen