Regierungspräsidium Stuttgart führt in diesem Jahr rund 700 Brückenprüfungen durch

Auch in 2026 begutachtet das Regierungspräsidium Stuttgart zahlreiche Brücken im Regierungsbezirk Stuttgart. Rund 700 Inspektionen sind ab April 2026 geplant. Die Bandbreite reicht von kleinen Brücken wie Fußgängerunterführungen bis hin zu hohen Talbrücken mit großen Spannweiten.

Das Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) trägt Sorge dafür, dass in 2026 wieder Brücken im Zuge von Bundes- und Landesstraßen im gesamten Regierungsbezirk geprüft werden – egal ob Fußgängerunterführungen oder Talbrücken. Grundlage für die Inspektionen ist die DIN 1076 „Ingenieurbauwerke im Zuge von Straßen und Wegen – Überwachung und Prüfung“.

„Durch die regelmäßigen Kontrollen können wir Brückenschäden frühzeitig erkennen und beheben. Damit stellen wir sicher, dass unsere Brücken jederzeit sicher befahren werden können“, sagte Regierungspräsidentin Susanne Bay.

Unterschieden wird die „Hauptprüfung“ (HP) und die „Einfache Prüfung“ (EP). So müssen alle Brückenbauwerke im sechs-Jahres-Turnus eine handnahe Hauptprüfung durchlaufen. Handnahe HP heißt, dass die Fachleute alle Stellen der Brücke in nächster Nähe inspizieren können müssen, beispielsweise mit Hilfsmitteln wie Hubsteigern.

Drei Jahre später findet eine EP statt. Somit wird jede der rund 2.000 Brücken in Zuständigkeit des RPS im drei-Jahres-Turnus durch sachkundige Ingenieurinnen und Ingenieure inspiziert. Bei Brücken mit besonderen Randbedingungen, zum Beispiel bei Bauwerken mit ausgewiesenem Schwerlastverkehr oder spannungsrisskorrosionsgefährdetem Spannstahl, erfolgen die Prüfungen in einem kürzeren Intervall.

Standsicherheit und Verkehrssicherheit im Blick

In 2026 wird das RPS rund 700 Brücken kontrollieren. Hauptprüfungen entlang von Bundesstraßen sind für den Stadtkreis Stuttgart, die Landkreise Ludwigsburg und Göppingen sowie im Hohenlohekreis vorgesehen. Hauptprüfungen entlang von Landesstraßen finden im Main-Tauber-Kreis und im Stadt- und Landkreis Heilbronn statt. Im Rems-Murr-Kreis und im Landkreis Esslingen sind für das Jahr 2026 „Einfache Prüfungen“ geplant.

Ein Teil der Inspektionen kann das RPS mit eigenem Personal und Gerät durchführen. Überwiegend übernehmen spezialisierte Ingenieurbüros die Prüfung im Auftrag des RPS. Je nach Größe und Lage des Bauwerks werden spezielle Besichtigungsgeräte und -Fahrzeuge wie Hubsteiger, Untersichtgeräte, Boote oder Gerüste benötigt. Zudem erfordern einige Inspektionen umfangreiche Verkehrsabsicherungen. Ziel bei allen Prüfungen ist es, den Eingriff in den Straßenverkehr möglichst gering zu halten. Sofern möglich, werden die Brückenprüfungen mit anderen anstehenden Maßnahmen wie Wartungs- oder Baumaßnahmen gekoppelt, um zusätzliche Verkehrsbeeinträchtigungen zu vermeiden. Viele Brückenprüfungen kommen ohne jeglichen Eingriff in den Straßenverkehr aus.

Das RPS hat die Vergabeverfahren für die benötigen Fremdleistungen bereits eingeleitet. Die Prüfung der Brücken beginnt im April 2026. Dabei sind die Prüftermine jeweils abgängig von Faktoren wie Witterung, Verkehrsabsicherungen und der Verfügbarkeit notwendiger Geräte. Dementsprechend finden die Inspektionen oft kurzfristig statt.

Das Regierungspräsidium Stuttgart bittet alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern um Verständnis für die unvermeidbaren Beeinträchtigungen während der Inspektionen.

Hintergrundinformationen:

Welche Brückenbauprojekte laufen derzeit? Wie genau funktionieren Brückenprüfungen und wie werden Brücken, falls erforderlich, neu geplant? Informationen dazu gibt es unter www.rp-stuttgart.de > Über uns > Abteilungen > Abteilung 4 > Unsere Brücken.

Foto (RPS/Timo Wüstholz): Hauptprüfung der Brücke im Zuge der B 293 bei Eppingen im Herbst 2024

 

PM Regierungspräsidium Stuttgart

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