Göppingen gewinnt Staatsanzeiger Award im Bereich „Digitalisierung und Innovation“ – KI-Projekt HIVE überzeugt Jury

Der Staatsanzeiger, die Wochenzeitung für Wirtschaft, Politik und Verwaltung in Baden-Württemberg, hat vor Kurzem die Gewinner seines Staatsanzeiger Awards in Stuttgart gekürt. Im Bereich „Digitalisierung und Innovation“ hat die Stadt Göppingen mit ihrem KI-Projekt HIVE im Boehringer-Areal gewonnen.

HIVE – das steht für Hub for Innovation, Vision and Execution. Die Stadt bietet in umgenutzten Schiffscontainern in einer Fabrikhalle auf dem ehemaligen Boehringer-Areal ein Experimentalstudio für Unternehmen und Institutionen an, die sich in der KI austoben möchten. Zusätzlich können sich Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Mitarbeiter in den Anwendungen der künstlichen Intelligenz schulen lassen. Für die langfristige Entwicklung des Hubs haben sich Stadt und kommunale Unternehmen in einem Trägerverein zusammengefunden.

„Ich bin richtig überwältigt von diesem Erfolg“, sagt Oberbürgermeister Alex Maier und freut sich sehr über die Auszeichnung. Zur Verleihung im Alten Schloss war das Stadtoberhaupt mit viel Hoffnung im Gepäck und einer kleinen Delegation aus Göppingen nach Stuttgart gekommen – und wurde nicht enttäuscht.

Als das KI-Projekt vor einem guten Jahr an den Start ging, steckten alle voller Tatendrang. In nur neun Monaten entstand aus einer Idee das HIVE auf dem Boehringer-Areal. „Dass wir mit unserem HIVE auch den Staatsanzeiger Award gewinnen, hätten wir damals nicht gedacht“, so Maier. Und: „Diese Auszeichnung gibt uns nun noch mehr Ansporn, das Thema KI in Göppingen nicht nur weiterzuführen, sondern richtig voranzutreiben. Auch die Stadtverwaltung kann von den Innovationen in diesem Bereich stark profitieren“, betont Maier.

In nur neun Monaten von der Idee zur Umsetzung

Erst im Januar 2025 war das Projekt mit einer ersten innovativen Konzeption an den Start gegangen. Die Stadtverwaltung Göppingen entwickelte das Projekt gemeinsam mit einem kleinen Kreis aus motivierten Partnern um die lokalen Unternehmen MIRA vision, Kleemann und Leonhard Weiss, die Kreissparkasse Göppingen sowie die städtischen Töchter EVF und die Wohnbau Göppingen weiter. Im weiteren Verlauf konnten zahlreiche weitere Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft gewonnen werden. Es folgten politische Beschlüsse sowie eine Vereinsgründung und Förderanträge. Die Stadt Göppingen leistete eine Anschubfinanzierung von 400.000 Euro, der Verband Region Stuttgart steuerte einen Zuschuss von 1,05 Millionen Euro zu. Ab Juni 2025 gab es eine kurze Bauphase, die im September vergangenen Jahres mit der feierlichen Eröffnung abgeschlossen wurde.

Ziel

Ziel war es, mit dem HIVE einen physischen Ort zu schaffen, an dem Mittelstand, Start-ups, Wissenschaft und Öffentlichkeit KI nicht nur verstehen, sondern konkret erleben, anwenden und gemeinsam weiterentwickeln können. Mit dem Aufbau des HIVE Göppingen ist ein regionales, praxisorientiertes Innovationszentrum für Künstliche Intelligenz (KI) entstanden. Damit ist KI in Göppingen ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt.

Potenzial

HIVE ermöglicht die Weiterentwicklung der technologischen Grundlagen und des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz in der Praxis von Unternehmen, Bildungseinrichtungen und anderen gesellschaftlichen Institutionen. Ziel ist auch die Entwicklung von individuellen und anwendungsbezogenen KI-Lösungen, die direkt an den Bedarfen der Nutzer ansetzen, zu fördern und durch die verzahnte Zusammenarbeit zwischen Industrie und (sprung-) innovativen Startups und weiteren Akteuren Projekte mit Innovationscharakter zu realisieren.

Bau

HIVE Göppingen ist in einer alten Industriehalle auf dem traditionsreichen Boehringer-Areal, das sich derzeit in der Transformation befindet, mitten in Göppingen lokalisiert. Die Halle sowie das gesamte Areal befinden sich im Eigentum der städtischen Tochtergesellschaft. Die nachhaltige Bauweise aus vollständig wiederverwendeten Schiffscontainern schafft eine flexible, modulare Arbeitsumgebung, ergänzt durch moderne Technologie und eine kreative Atmosphäre. Der HIVE-Campus umfasst großzügige Besprechungsräume, Coworking-Bereiche, eine einladende Cafeteria sowie spezialisierte Laborflächen für KI-Experimente, Testumgebungen für neue Algorithmen und eine offene Plattform für Forschung und Entwicklung.

Beteiligte

Im Rahmen des Projektes wurde ein Verein gegründet, bei dem neben der Stadt Göppingen, die städtischen Töchter EVF und die Wohnbau Göppingen als Gründungsmitglieder auftreten. Weitere Gründungsmitglieder sind die lokalen Unternehmen MIRA vision, Kleemann und Leohnard Weiss sowie die Kreissparkasse Göppingen. Im Rahmen des Teilprojektes HIVE Education, das das Ziel hat Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Mitarbeitende frühzeitig und außerschulisch im KI-Bereich zu bilden, sind außerdem weitere Partner wie die Volkshochschule und eine Vertreterin der örtlichen Schulen involviert.

Zudem wurden Kooperationen mit den weiteren bestehenden Innovationszentren in Göppingen (Hochschule Esslingen (Thema Wasserstoff) und Technikum Laubholz (Thema Bioökonomie)) auf den Weg gebracht.

Über den Award

Der Staatsanzeiger Award würdigt seit 2021 vorbildliches Handeln der öffentlichen Hand in all seinen Erscheinungsformen. Verliehen wird der Preis, dessen Trophäen die Künstlerin Antje Gerhardy modelliert, in fünf Kategorien: Bürgerbeteiligung, Bürgermeister:in in Mission, Digitalisierung und Innovation, Kommune für alle – soziale Teilhabe sowie Kultur und Tourismus. Der Preis zeichnet Innovationen und Ideen aus, die das öffentliche Leben für die Bürgerinnen und Bürger besser machen.

Foto (Stadt Göppingen): Die glücklichen Gewinner des Staatsanzeiger Awards im HIVE auf dem Boehringer-Areal in Göppingen (v.l): Hub Managerin des HIVE Tara-Najet Lehnert, Anne Jehle, Leiterin des OB Büros und Oberbürgermeister Alex Maier;

 

PM Stadtverwaltung Göppingen

 

 

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