Eine spannende Woche in Eislingen dürfen 14 französische Schülerinnen und Schüler aus Oyonnax in Eislingen verbringen und den Schulalltag am Erich Kästner Gymnasium kennenlernen. Oberbürgermeister Klaus Heininger empfing die Achtklässler nach der ersten Nacht in ihren Gastfamilien offiziell im Großen Sitzungssaal des Rathauses. Begleitet von ihren deutschen Austauschpartnern nutzten die Jugendlichen den Empfang, um einen ersten Eindruck von Eislingen zu gewinnen.
Nach einer herzlichen Begrüßung der Schülerinnen und Schüler sowie ihre französischen Begleitlehrerinnen Clara Neveu und Agnés Nollevalle nahm er seine jungen Gäste zum Einstieg mit auf einen Streifzug durch die Stadt. Dabei ging er auf die Besonderheiten der kunstvoll gestalteten Kreisverkehre ebenso ein, wie auf die über 70 Vereinen, die mit vielen Sport- und Freizeitangeboten punkten.
Mit fünf Schulen habe Eislingen eine vielfältige Bildungslandschaft und auch geografisch verbindet Eislingen und Oyonnax eine wunderschöne Landschaft, in die beide Städte einbettet sind. OB Klaus Heininger bat die jungen Gäste, die entstehenden Freundschaften über den Austausch hinaus zu pflegen. „Nutzt die Chance bei diesem Schüleraustausch. Eure Verbindungen über Ländergrenzen sind wichtig – und oft halten sie ein Leben lang.“ Sein Dank galt den Lehrerinnen und Lehrern beider Schulen, die alles rund um den Austausch mit viel Herzblut organisieren.
Einen runden Abschluss erhielten die Schülerinnen und Schüler mit einer Einladung zu einem Imbiss und einem kleinen Willkommensgeschenk, das allgemein für Heiterkeit sorgte. Denn für die typisch deutschen Schul- und Ausflugsbegleiter, bekannt als „Vesperdosen“ mit integriertem Kühlakku gab es spontan keine passende französische Übersetzung, weil es das in Frankreich so nicht gibt. Schließlich ist ein Snack zwischen Frühstück und Mittagessen in französischen Schulen nicht erlaubt, wie Oberbürgermeister Klaus Heininger von seinen Gästen erfuhr.
Der Schulleiter am Erich Kästner Gymnasium, Stephan Arnold, schloss sich überzeugt den Worten des Stadtoberhaupts: „Freundschaften auf kleinster Ebene sind der Grundstein für den gesamteuropäischen Gedanken. Wenn das hier funktioniert, dann funktioniert es auch auf politischer Ebene.“
Noemi (14 Jahre) und Mia (14 Jahre) vom Erich Kästner Gymnasium hatten die französische Partnerschule St. Joseph bereits im Herbst besucht. Sie schwärmten vom Aufenthalt: „Das Essen in den Gastfamilien war großartig, und wir haben viele neue Freunde gefunden.“ Allerdings sei der Schulalltag in Frankreich strenger, meinten beide: „Der Unterricht ist ganztägig und die Schule wird mit einem Tor geschlossen.“ Das Sprachbad in den jeweiligen Gastfamilien sei aber durchaus hilfreich, wenn auch fordernd. „Notfalls geht’s mit Händen, Füßen oder auch auf Englisch, weil wir keiner von uns die andere Sprache schon perfekt beherrscht.“ Dem Spaß in der Schule und die Neugier auf andere Gewohnheiten tut das jedenfalls keinen Abbruch.
Der 13-jährige Theo aus dem Collège St. Joseph zeigte sich schon am ersten Tag hellauf begeistert: „Die Schule hier ist viel besser – nicht so streng. Eislingen ist eine tolle Stadt.“ Und auch auf das Programm in den nächsten Tagen freut er sich sichtlich: Brezelbacken in einer Backstube, ein Besuch im Mercedes-Benz-Museum und Ausflüge mit seiner Gastfamilie stehen auf der Agenda, die den Aufenthalt bestimmt ganz abwechslungsreich machen. Auf die Frage an die französischen Teenager, was denn in Eislingen ganz oben auf der To-Do Liste steht, fielen die Antworten eindeutig aus: „Schnitzel mit Spätzle essen“ und Drogeriemärkte besuchen, die es wohl in dieser Vielfalt in Frankreich so nicht gibt. –
Foto (Bildquelle: Stadt Eislingen): Dem Empfang im Rathaus folgt eine interessante Woche, in denen die Gäste aus der Oyonnax Eislingen und seine Umgebung kennenlernen dürfen
PM Stadtverwaltung Eislingen