Kreissparkasse Göppingen stellt vorläufige Geschäftszahlen für 2025 vor: Gute Ergebnisse in unsicheren Zeiten

Drei Jahre Rezession, so der Vorsitzende des Vorstandes der Kreissparkasse Göppingen, Klaus Meissner, haben ihre Spuren hinterlassen. Insolvenzen und Personalabbau in der Automobilindustrie und im Maschinenbau haben auch den Landkreis Göppingen getroffen. Zwar erreichte die Kreissparkasse im Saldo wieder das Ergebnis des Vorjahres (2024), aber die Risiken steigen und so erhöht auch die Kreissparkasse ihre Rückstellungen.

Aber es gab auch Unternehmen, die investiert haben und neue Technologien angegangen sind. Hierfür wurden Kredite nachgefragt, deren Umfang 2025 zusammen mit Privatkrediten auf 4,74 Milliarden Euro (Vorjahr 4,63 Milliarden Euro) leicht stiegen. Auf der anderen Seite stiegen auch die Kundeneinlagen auf 5,08 Milliarden Euro (Vorjahr 4,91 Milliarden Euro). Hier zeigt sich, dass die Bürger und Unternehmen in unsicheren Zeiten mehr Geld auf die „hohe Kante“ legen. Die Kreissparklasse bietet hier attraktive Anlagen für kleine und große Beträge mit wenig oder viel Risiko an. Individuell für jeden Kunden das passende Angebot.

Immobilienkredite wurden fast ausschließlich für Renovierungen angefragt. Baufinanzierungen stiegen auf 330 Millionen Euro (Vorjahr 279 Mrd. Euro). Da die Zinsen wieder steigen, rät die Kreissparkasse, schon in jungen Jahren einen Bausparvertrag abzuschließen.

Mehr Kredite wurden auch an Kommunen im Landkreis ausgegeben. Hier zeigt sich auch, dass viele Kommunen ihre Haushalte nur noch über Kredite ausgleichen können. Aber hier, so Meissner, ist das Geld nach wie vor absolut sicher. Alle Kommunen in Baden-Württemberg sind in der besten Ratingstufe.

Die Erträge der Kreissparkasse speisen sich aus den Zinsüberschüssen, 125,1 Millionen Euro (Vorjahr 125,2 Millionen Euro) und aus den Provisionserlösen (Leasing, Förderkredite, Wertpapiere, Versicherungen) 44,2 Millionen Euro (Vorjahr 39,9 Millionen Euro).

Dem stehen Personalkosten in Höhe von 72,8 Millionen (Vorjahr 70,8 Millionen Euro) und Sachaufwendungen in Höhe von 33,7 Millionen Euro (Vorjahr 31,7 Millionen Euro) entgegen.

Für jeden Euro Ertrag mussten 62,4 Euro ausgegeben werden. Dies ist ein guter Wert, so Klaus Meissner. Das ergibt dann ein vorläufiges Ergebnis vor Bewertungen von 64,2 Millionen Euro (Vorjahr 64,6 Millionen Euro). Die Kreissparkasse erwartet daraus einen Jahresüberschuss von unverändert 7,1 Millionen Euro.

Die Kreissparkasse ist zufrieden mit dem Ergebnis für das Jahr 2025. Eb es in 2026 so bleiben wird, ist fraglich, aber die Kreissparkasse wird alle Anstrengungen unternehmen, so Meissner, dass es so bleibt.

Joachim Abel

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