Was wünscht sich Uhingens Jugend?

Beim dritten Jugendforum am Mittwoch, 11. März, sind die 12- bis 18-Jährigen der Stadt Uhingen gefragt, sich mit ihren Ideen einzubringen. Ergebnisse früherer Jugendforen sind die Legal Wall für legales Graffiti-Sprühen und der Skatepark samt Pumptrack.

„In Uhingen werden die Wünsche der Jugendlichen nicht nur gehört, sondern auch verwirklicht“, sagt Yvonne Klockow, die seitens der Stadtverwaltung zusammen mit dem Team des Jugendhauses (Sarah Aslan, Valentina Camastra, Samuel Catalán und Fynn Guse) das Jugendforum organsiert.

Beispiele für die Verwirklichung sind der für etwa 500.000 Euro gebaute Skatepark und Pumptrack an der Römerstraße neben dem TV Uhingen und die Legal Wall in der B10-Unterführung der Filsecker Straße. Seit der Eröffnung im Sommer 2024 tummeln sich dort – sobald die Tage wieder länger werden – Skater, Rollerfahrer und Biker; versuchen sich im One-Eighty, Kickflip in der Pipe oder einem Slide an der Ledge.

Wenige Gehminuten entfernt dürfen Sprayer an der Legal Wall – die beiden Seitenwände in der B10-Unterführung sind etwa 2,5 Meter hoch und 6 Meter breit – ein Piece mit gekonnten Schwüngen der Dose sprayen, sich mit ihren Tags verewigen oder einfach nur üben.

Und nahezu in der Mitte dieser beiden Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche befindet sich das Jugendhaus, direkt gegenüber des Rathauses.

Zwischen den Frauen und Männern des SOS-Kinder- und Jugenddorfs Göppingen, die das Jugendhaus betreuen, und der Uhinger Stadtverwaltung gibt es zwar immer wieder regelmäßige Jour Fixe, bei denen der aktuelle Bedarf und kommende Aktionen besprochen werden. Auch ist Uhingens Bürgermeister Matthias Wittlinger mehrmals im Jahr im Jugendhaus, um auf Augenhöhe mit den Kindern und Jugendlichen zu sprechen. Aber: „Das Jugendforum bietet noch einmal eine andere Qualität des Gehört-Werdens“, sagt Yvonne Klockow.

Karten an fast 900 Jugendliche verschickt

Das liegt  mitunter am Ablauf, wie Sarah Aslan erklärt: Schon bei der Premiere im Jahr 2021 habe sich bewährt, dass es zu unterschiedlichen Themenbereichen Workshops mit Expertinnen und Experten gibt. „Dabei erfahren die Kids sofort, ob und wie ihr Wunsch umgesetzt werden kann“, sagt Sarah Aslan. „Das ist nicht nur ein Beteiligungsprozess, sondern: Die Jugend macht Stadtpolitik.“ Und damit möglichst viele Nachwuchs-Politikerinnen und -Politiker sich am Jugendforum beteiligen, wurden an Uhinger Schulen Plakate aufgehängt und Karten an die Zielgruppe verteilt: 867 Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren.

Workshops zu 3 Themenbereichen

Und auch beim Jugendforum am Mittwoch, 11. März, sind ab 16.30 Uhr im K1 über dem Jugendhaus wieder Workshops geplant. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des SOS-Kinder- und Jugenddorfs Göppingen sowie Vertreter der Stadtverwaltung stehen dabei den Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite:

  • „Wie soll meine Stadt in 10 Jahren aussehen?“, wollen Heike Rapp und Sophia Eisele (beide SOS-Kinder- und Jugenddorf) und Markus Malcher, Hauptamtsleiter der Stadt Uhingen, von den Jugendlichen wissen.
  • Jugend fragt – Uhingens Bürgermeister Matthias Wittlinger antwortet (begleitet von Sarah Aslan und Valentina Camastra vom SOS-Kinder- und Jugenddorf)
  • KI: Herausforderung oder Chance? Eduard Buron vom SOS- Kinder- und Jugenddorf Göppingen und Ilja Siegemund von der Uhinger Stadtverwaltung sprechen über Tücken künstlicher Intelligenz und Social Media im Alltag, wobei sie von Moritz Kirn (SOS-Kinder- und Jugenddorf) unterstützt werden.

Wer zwischen 12 und 18 Jahre alt ist und das Uhingen von Morgen mitgestalten will, ist hierzu herzlich willkommen. „Das Jugendforum ist ein niederschwelliges Angebot“, erklärt Markus Malcher. Denn für gewöhnlich sei die Hemmschwelle für Jugendliche groß, sich mit einem Anliegen an die Verantwortlichen in einer Kommune zu wenden, oder sie wüssten einfach nicht, wer für ihr Anliegen der richtige Ansprechpartner  sei. „Beim Jugendforum sehen sie nicht nur, dass sie gehört werden“, betont er. „Durch den Skatepark und Pumptrack sowie die Legal Wall erleben sie auch in ihrem Alltag, dass ihre Anliegen bestmöglich berücksichtigt werden“, erklärt Markus Malcher.

Und Uhingens Bürgermeister Matthias Wittlinger? Der freut sich, trotz seines proppenvollen Terminkalenders auf das mehrstündige Jugendforum: „Ich liebe den Austausch mit den Jugendlichen, da sie einen anderen, einen frischeren Blick auf Uhingen haben und uns wichtige Impulse für unsere tägliche Arbeit mitgeben“, sagt er und fügt schmunzelnd hinzu: „Von unseren Jugendlichen erhalten wir Hausaufgaben.“

Info: Eine Anmeldung zum Jugendforum ist nicht nötig, für Essen und Getränke ist gesorgt.

Fotos (Stadt Uhingen): Zunächst als Wunsch bei einem Jugendforum geäußert und seit einigen Jahren Realität: die  Legal Wall für Sprayer und der Skatepark mit Pumptrack.

PM Stadtverwaltung Uhingen

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